Podcast Episode #11 – im Gespräch mit Giuseppe Iorfida

Veröffentlicht von Daniel

am 17. November 2016

Hallo und herzlich Willkommen zur Folge 11.

Nachdem es letztes Mal auch schon um Routinen ging, geht es diesmal auch um etwas, das wichtig für den Erfolg ist, nämlich um das Thema Gesundheit. Das heißt vor allem Ernährung und Bewegung.

Ich habe mich dazu mit einem Experten unterhalten. Sein Name ist Giuseppe Iorfida. Er ist Ernährungsberater, sein Unternehmen heißt DG Ernährungsberatung. Ich habe mich mit ihm über seine Geschichte, Tipps und Ratschläge unterhalten.

Transkript von Episode 11

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Intro Daniel:

Hallo und herzlich Willkommen zur neuen Folge, Folge 11 des Hirndrang Podcast. Es geht munter weiter. Nachdem es letztes Mal auch schon um Routinen ging, geht es diesmal auch um etwas, das wichtig für den Erfolg ist und zwar wichtiger als manche es wahrhaben wollen oder wahrhaben, nämlich um das Thema Gesundheit. Das heißt vor allem Ernährung und Bewegung. Ich habe mich dazu mit einem Experten unterhalten. Sein Name ist Giuseppe Iorfida. Er ist Ernährungsberater und Sport-, vor allem Fußball-Freak. Sein Unternehmen heißt DG Ernährungsberatung. Man findet ihn im Internet unter http://www.dg-ernaehrungsberatung.de/. Ich habe mich mit ihm über genau diese Themen unterhalten und seine Tipps und Ratschläge. Viel Spaß in den nächsten circa 40 Minuten. #00:01:03-7#

Guiseppe: Ja also ich bin Guiseppe Iorfida, ich bin hier geboren. Also mein Name ist italienisch, mein Pass ist italienisch, aber das war‘s dann auch schon. Eigentlich bin ich Dreiviertel Schwabe. Bin hier geboren, hier aufgewachsen. Erst in Remshalden etliche Jahre gewohnt. Jetzt seit November sind wir umgezogen nach Bergheim. Ja, ich bin gelernter Industriekaufmann. Habe früher mal Industriekaufmann gelernt und habe Fußball gespielt, etwas also ein paar Jahre Oberliga gespielt und ja und vom Industriekaufmann bin ich dann erst bei der Firma Maimoutzis einige Monate, ein dreiviertel Jahr war das da glaube, wo ich in Schorndorf bei dem Lebensmittelgroßhandel gearbeitet habe, wo ich auch über einen Fußballkollegen da den italienischen Vertrieb gemacht habe, für die italienischen Produkte und habe dann eigentlich so, ich weiß es gar nicht mehr genau, aber ich glaube eineinhalb oder zwei Jahre gar nichts gemacht, sondern nur Fußball gespielt. Das war in Ordnung, das war ganz locker, weil da hat man noch zuhause gewohnt. Ein Paar Euro hat man dann verdient. Das hat dann gereicht, man wollte auch nicht mehr und habe dann ganz normal gearbeitet. Das war aber dann auch eine stressige Zeit, muss ich ehrlich sagen. Also das wurde dann bis zum dann Produktmanagement auch mitgeholfen und war in Italien auch zum Teil unterwegs. Lieferantengespräche und so weiter, habe auch dann SAP Schulungen gegeben in Italien, durch die Sprache halt bin ich dann fast überall reingekommen, wo ich aus sehr dankbar bin. Ja und irgendwann mal ging‘s dann darum, dass ich meine eigene Leistung verbessern wollte und damals das Thema Ernährung, auch, wenn es erst, jetzt lass mich mal zurückdenken, dass ich nichts Falsches sage. Das wird ja so 11 Jahre, 10 Jahre her sein. Doch ein bisschen, schon ein Stück. Wollte ich meine eigenen Leistungen verbessern. Damals unter dem Alexander Zorniger in Gmünd trainiert und gedacht, okay trainieren tue ich schon wie ein Verrückter, also auch trainingsfleißig war ich schon immer. Ich habe in keinem Training gefehlt und wenn dann mal trainingsfrei war, dann darfst dreimal raten, wo ich war. Nicht irgendwie zuhause oder irgendwo anders, sondern auf dem Bolzplatz oder also total verrückt. Meine Frau würde sagen, ich bin es immer noch, aber zumindest nicht der zeitliche Aspekt ist nicht mehr so hoch beim Fußball und dann habe ich mich ziemlich schnell habe ich dann gemerkt, okay mit der Ernährung könnte da was passieren, ja mit deiner Leistung. Und habe dann selber einfach mich informiert im Internet und bei Leuten, die anscheinend ein bisschen Ahnung haben und habe dann einige Dinge ausprobiert und meine Leistung hat sich verbessert. Also war auch dann meine beste Saison. Ich glaube ich habe 7 oder 8 Tore gemacht in der Saison, einmal war es in der Oberliga, damals 4. Liga, jetzt nicht ganz schlecht ist. Natürlich hat das jetzt nicht nur mit dem zu tun. Gehört natürlich immer Glück dazu, dass der Ball halt dann ins Netz fällt. Natürlich schon klar, aber man ja schon so eine Wahrnehmung wie man sich fühlt und ich habe mich da klasse gefühlt und das bestätigt ja auch, dass ich mich dann damit noch mehr befasst habe und so ist das Ganze gewachsen. Und um das Ganze abzukürzen, zweieinhalb Jahre später war ich dann hauptberuflich Ernährungsberater. #00:04:31-4#

Daniel: Jetzt erzähl mal, also was hat sich da geändert und durch was? So ein bisschen genauer. #00:04:40-5#

Guiseppe: geändert hat sich auf jeden Fall die Leistungsfähigkeit. Ja also, dass man ist halt einfach frischer. Man hat, ich muss mal ein bisschen weiter ausholen, wenn wir schon hier sind. Viele Sportler, wenn ich jetzt mal die Sportler nehme als Beispiel, wissen ja gar nicht, was sie leisten können, weil sie es ja noch nie erlebt haben. Also, wenn man so in dem Schema drin ist, ja dann essen wir halt einen Teller Nudel vorm Spiel oder dann ist es nicht so schlimm, dass man halt, wenn man nach Hause kommt, abends nach dem Training, dass man dann noch Nudeln ist oder dass man dann noch ja kurzkettige Kohlenhydrate zu sich nimmt, wo der Blutzuckerspiegel wie ein EKG Bild aussieht. Das weiß man ja nicht, was wäre, wenn man sich anders ernähren würde. Weil man es ja bisher immer so gemacht hat und zumindest möchte ich jetzt mal behaupten, bis zur Regionalliga ist es so, dass sich da auch wirklich nicht explizit jemand drum kümmert. Man gibt da nur noch Empfehlungen ab. Da kommt vielleicht mal jemand in der Oberligamannschaft und macht einen Vortrag und das ist auch ganz gut, aber wir haben ja jetzt nicht, der VFB überlegt ja jetzt, wieder einen Ernährungsberater einzustellen mit dem neuen Trainer. Aber, wenn man jetzt sieht, was da so abgeht, Bayern München, Kloppo nimmt jetzt, hat Bayern München die Ernährungsberaterin glaube ich weggenommen. Also hat schon sehr, sehr großen Wert, weil man dort einfach gemerkt hat, dass es eine Leistungsfähigkeit, dass du eine Leistungsfähigkeit von den Spielern generieren kannst damit, die du vorher nicht konntest. Und das merkt man ja jetzt ganz simpel, vor allem, wo jetzt mit Fußball wie du jetzt nicht so befreundet ist beziehungsweise jetzt nicht so viel am Hut hat. Ich denke, du hast auch gemerkt, wenn du mal ein Spiel anguckst, einmal im Jahr oder so, #00:06:37-0#

Daniel: Nein, ich gucke öfters Fußball. Hey, hey. Nicht, dass hier falsche Gerüchte aufkommen.#00:06:42-8#

Guiseppe: Dass sich die Schnelligkeit, dass sich die erhöht hat, dass alles viel, viel schneller geht, dass die Spieler aussehen wie Tiere auf umgangssprachlich. Wenn die ihr T-Shirt ausziehen, dann ist da kein Gramm Fett. Das heißt jetzt nicht, dass vor 15 Jahren die Spieler mit einem Schwabbelbauch rumgelaufen sind. Die waren schon auch fit. Aber da wurde das Ganze nicht so eng gesehen. Und das hat man einfach dann am Spieltempo auch gesehen. Und das hat sehr, sehr viel mit der Ernährung zu tun. Wenn ich jetzt dran denke, wie der Doktor Pfeil, bei dem ich meine Zertifizierung gemacht habe zum Sporternährungsberater, wie der mit den einzelnen Profisportlern arbeitet. Ja, was da weitergegeben wird, was ich auch, obwohl ist weniger, mein Zielgebiet ist die Vereine, die Amateurvereine, was ich auch weitergebe und was bisher gemacht wird, da ist immer noch eine Riesenspanne drin. Bei den Profisportlern ist da keine große Spanne drin. Die wissen ganz genau, was zu tun ist. Wenn Thomas Tuchel seine erste Tätigkeit, eine der ersten Tätigkeiten war bei Borussia Dortmund den Koch rauszuschmeißen. Was glaubst du, warum er das tut? Weil er natürlich selber auch unter anderem als ihn vorher mit dem Doktor Pfeil und mit seinen Kumpanen da zusammenarbeitet? Weil er ganz genau weiß, ich brauche Geschwindigkeit, die müssen fit sein, die haben alle drei, vier Spiele, alle drei, vier Tage haben die Spiele und da spielt die Ernährung eine sehr, sehr große Rolle. Und vor allem auch im Hinblick, im Sport geht es immer nur um Entzündungen, Entzündungen, Entzündungen. Wenn du Entzündungen im Körper hast, bist du viel verletzungsanfälliger. Ganz einfach. Verletzungen im Sport bedeuten Geldverlust. Punkt. Also, wenn wir jetzt über Sporternährung reden, wenn wir über Sport reden. Und wenn wir über das reden wie ich jetzt dazu gekommen bin. #00:08:41-6#

Daniel: Sind das nur Sportler, die zu dir kommen? #00:08:45-1#

Guiseppe: Nein. Es könnten viel, viel mehr sein. Es werden auch immer mehr. Also ich habe jetzt mit dem Michael Böttinger habe ich ein Taekwondo einen deutschen Meister, der jetzt auch Europameisterschaft war und Weltmeisterschaft war. Den habe ich sehr, sehr intensiv betreut. Bin jetzt auch hoffentlich bald in Kooperation mit einem Spieler von TV Bittenfeld, wo man zusammenarbeitet. Mal schauen, da kann noch viel, viel mehr kommen. Es ist aber nicht ganz so einfach und das erkläre ich dir, weil zum Beispiel, wenn der VFB wieder einen Ernährungsberater einstellt, dann kann ich nicht in einem Jahr wiederkommen und sagen. Hallo hier bin ich. Ich kann jetzt nicht zum Sami Khedira ohne zu wissen, ob er einen hat oder ob das Team einen hat. Das weiß ich nicht. Aber ich denke nicht, dass ich den Sami Khedira anschreiben kann und sagen. Hallo hier bin ich. Ja dann muss ich dann auch an die Dinge richten, wo jetzt Real Madrid mit ihm macht. Also #00:09:45-5#

Daniel: Juve. #00:09:46-0#

Guiseppe: Juventus Turin. Stimmt der ist schon gewechselt. #00:09:48-4#

Daniel: Haha! #00:09:48-7#

Guiseppe: Juventus Turin hat einen. Das weiß ich. Hat einen Ernährungsberater. Das heißt, du kannst mir doch was beibringen. #00:09:53-9#

Daniel: Ja natürlich.#00:09:55-8#

Guiseppe: Ja also verstehst du was ich meine. Sportler sind aber, es war zum Beispiel so ein Ding, wo ich gesagt habe. Hey! irgendwann mal werde ich Sportler betreuen, werde ich Mannschaften betreuen und werde denen helfen mehr Erfolg zu haben. Aber im Endeffekt war das Thema Gewichtsreduktion dort dann sofort präsent und da waren halt einfach dann Anfragen da. Kannst mir nicht helfen. Und du hast doch das bei dem so gut hingekriegt et cetera. Und das Ganze hat sich jahrelang gezogen. Also mit Thema richtig Sporternährung, dass ich mich auch damit auseinandersetze, weil es ist dann doch schon ein Stück weit anders. Es gibt Parallelen zur Gewichtsreduktion, weil Kohlenhydrate, leere Kohlenhydrate, kurzkettige Kohlenhydrate müssen auch Sportler weglassen. Genauso wie die, die Gewichtsreduktion als Ziel haben. Aber es gibt dann schon noch Spezialisierungen, wenn es aufs Training geht, wenn es aufs Spiel geht. Da muss sich ein Sportler schon ganz anders ernähren als jetzt der klassische, wo jetzt 20 Kilo reduzieren will. #00:10:56-8#

Daniel: Jetzt mal so auf den Privatbereich, sage ich jetzt mal übertragen. Also ich habe zumindest das Gefühl, dass es immer mehr sage mal eher korpulentere Menschen gibt. Wobei ich auch wieder das Gefühl habe es gibt wieder einen Trend zu so einem Thema Fitness und Ernährung und bewusstere Ernährung. Es gibt so viele Unternehmer, die eben dafür keine Zeit haben, weil sie den ganzen Tag im Geschäft sind und keine Ahnung was machen. Gibt es da ein paar Tipps, was man denn tun kann jetzt vielleicht gar nicht nur, um Gewicht zu reduzieren oder überhaupt, um was ist wichtig an der Ernährung, Bewegung et cetera? Also einfache anwendbare Geschichten, sage ich jetzt mal. Was kann ich denn tun, wie ernähre ich mich denn richtig? #00:11:43-9#

Guiseppe: Also ich will erstmal auf deine erste Frage nochmal eingehen oder auf deine Wahrnehmung. Ich kann es nicht richtig zuordnen. Ich habe so das Gefühl, dass das Bewusstsein für gesunde Ernährung oder das Bewusstsein, dass 80 Prozent der Krankheiten ursprünglich aus der falschen Ernährung entstehen. Also das habe ich meinem Studium, meinem Fernstudium beim BDB, wo ich gemacht habe zur Ernährungsberatung, auch gelernt. Ich habe es aber auch schon davor schon meinen Klienten erzählt und das Bewusstsein dafür, dass man da was machen kann, dass man sich drum kümmern kann, dass Folgeerkrankungen nicht kommen oder dass man da auf jeden Fall aktiv Einfluss nehmen kann, ist schon, wird immer besser. Es wird immer Menschen geben, die das nicht wahrhaben wollen. Und da habe ich einfach so das Gefühl, das sind dann wirklich auch die Menschen, die wirklich vierzig, fünfzig Kilogramm zu viel haben. Da würde ich mir einfach wünschen, dass Menschen drum herum sich ein bisschen mehr drum kümmern, um die Menschen, weil die werden nicht auf mich zukommen. Also ich werde niemals jemand ansprechen. Hey! Hallo, du solltest mal was tun. Das ist nicht meine Strategie und wenn es meine Strategie wäre, dann würde es mich als Ernährungsberater nicht mehr geben. Also definitiv. Also der Trend geht meines Erachtens, da kann ich mich aber auch täuschen, schon dorthin, dass sich dann mehr Gedanken gemacht wird. Was definitiv der Fall ist, dass ist das, es viel mehr Möglichkeiten gibt. Ob das besser ist oder schlechter, ich glaube, dass es schlechter ist. Weil es gibt sehr, sehr viel schlechtere Möglichkeiten. #00:13:41-2#

Daniel: Inwiefern? #00:13:41-7#

Guiseppe: Es kommt immer mehr auf dem Markt. Also der Ernährungsmarkt beziehungsweise ich würde da fast sagen Nahrungsmittelergänzungsmarkt wird immer größer und jeder will da ein Stück Kuchen davon abhaben. #00:13:53-9#

Daniel: Ist online auch ein super krasser Trend. #00:13:56-1#

Guiseppe: Genau. Und ich persönlich, nicht, weil ich es jetzt auch bin, aber allgemein würde einfach gucken, dass ich bei so einem wichtigen Thema lieber ein paar Euro mehr ausgebe und mich an professionelle Hilfe wende und nicht vielleicht jemanden, ohne abwertend jetzt zu sein, aber, wenn ich halt tagsüber 8 oder 9 oder 10 Stunden irgendwo einer Arbeit nachgehe und abends dann eine Stunde oder anderthalb dann der Ernährungsberater mache, dann und habe überhaupt nicht den Anspruch irgendwie das zum Hauptberuf zu machen in dem Jahr oder anderthalb, dann kann das nicht vergleichbar sein mit jemandem, der ein Studium gemacht hat, der zertifiziert ist und der schon viele, viele Jahre damit arbeitet. Und ich höre es halt jedes Mal, wenn ich in das Erstgespräch gehe, wieviel die Menschen schon vorher gemacht haben bis sie zu mir kommen. Die wenigsten sagen zu mir, ich hatte gestern ein Gespräch, das fällt mir jetzt gerade zufällig ein, der sagt. Hey! ich habe mir darüber Gedanken gemacht, ich bin jetzt 10 Kilo drüber, ich habe nie irgendwie was gemacht, deswegen ich habe keine Ahnung. Reden wir mal. Es kommt so, weißt wie selten das bei mir vorkommt? Pff! Das ist total. Die meisten Gespräche fangen so an. Ich habe schon so, so viel gemacht. Ich habe mir jetzt 1 Jahr überlegt dich anzusprechen, anderthalb Jahre überlegt und ich habe jetzt mit drei, vier Leuten geredet, wo bei dir waren. Es kam immer ein positives Feedback. Jetzt habe ich mich mal getraut, aber ich glaube eigentlich nicht wirklich dran, dass da was geht, weil ich habe schon 6 Sachen probiert. Und dann kommen die Leute her und dann höre ich mir die ersten drei an, ich brauche mir gar nicht 6 anhören, dann kann ich eigentlich an 2 Sachen oder in Sätzen erklären, warum das Ganze nicht funktioniert hat. #00:15:43-0#

Daniel: Erkläre mal. #00:15:44-0#

Guiseppe: Und dann denke ich, ja es ist einfach ungesund. Man lässt einfach Nahrungsmittelgruppen weg, die der Körper unbedingt benötigt. Wie zum Beispiel Eiweiß, Gemüse, über Obst kann man sich streiten, das ist ein sehr, sehr gutes Lebensmittel, natürlich ja, aber es muss richtig eingesetzt werden, zur richtigen Zeit vor allem richtig eingesetzt werden. Rohkost muss mehr eingesetzt werden. Und dann da scheitert es bei sagen wir schon 80 oder 85 Prozent. Man hat ein Schema X, nimm bitte zweimal am Tag diesen Nahrungsmittelersatz, also ich habe nichts gegen gute Nahrungsmittelergänzungen, die mit 7 Prozent Mehrwertsteuer abgerechnet werden. Alles gut. Es ist ja auch ein Ergänzungsmittel, es soll ergänzt werden. Also vor allem, wenn es um Pflanzliches, Eiweißstoffe geht, ist es manchmal auch hilfreich beziehungsweise empfehle ich auch immer wieder gerne die richtigen. Aber nicht, dass eine Ernährung auf Shakes beziehungsweise nur auf Shakes oder nur auf diese Mittel ausgerichtet ist. Ich meine das klassische Beispiel mit dem Almased. Okay. Also man hat mit Almased abgenommen. Mich interessiert immer, was ist um das Almased herum passiert? Das ist wichtig. Du kannst es mittel- und langfristig auch in den Alltag mit einbauen. Bleibt es auch dabei? Oder unterhalten wir uns in einem dreiviertel Jahr, in einem Jahr wieder? Es kann mir natürlich ganz klassisch auch passieren, dass einer mit mir 20 Kilo abnimmt, super drauf ist und so weiter und so fort und in zwei Jahren hat er 15 Kilo wieder drauf. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist bei mir drastisch niedriger als bei vielen anderen. #00:17:46-3#

Daniel: Hängt immer so ein bisschen mit dem Lebensstil zusammen oder? #00:17:48-5#

Guiseppe: Hängt mit dem Lebensstil zusammen und hängt mit dem Menschen an sich, also du arbeitest mit Menschen und ich arbeite mit Menschen. Denn jeder Mensch ist anders. Und da gibt es gewisse Dinge, die im Leben passieren. Wenn halt da irgendwas passiert und er halt dann einfach abschweift und dann wieder da wegkommt von der ganzen Geschichte, dann hat kein Mensch der Welt und kein System der Welt und kein Ernährungsberater der Welt eine Chance. Aber wichtig ist einfach und das ist mein, sage jetzt mal, mein Ziel das zu minimieren. Und deswegen arbeite ich in zwei Phasen. Also einmal die Gewichtsreduktionsphase, wo ich sage. Okay, wir schauen jetzt, dass wir Beispiel von 100 auf 80 kommen, gesund bis zu einer gewissen Zeit und dann die Phase zwei praktisch das klassische Leben, da schauen wir wie wir praktisch den Übergang schaffen zu dieser Gewichtsreduktionsphase zum normalen Leben. Dass du wieder mit 3 Mahlzeiten, ganz klassisch, dass da alles drin ist, dass du verpflegt bist und so weiter und so fort. Da nicht drunter großartig ins Detail zu gehen und zu verwirrend zu werden. #00:18:57-7#

Daniel: Aber jetzt mal auch ohne oder vielleicht schon ein bisschen ins Detail zu gehen. Wenn jetzt jemand oder oftmals ja du sagtest vorher selber, 10 Stunden am Tag arbeitet, dann geht man schnell in die Kantine, haut sich da einen Teller keine Ahnung was, Spätzle mit Soße und Braten oder irgendwas rein, was es da halt gerade gibt und dann ist man satt und dann ist gut. Und dann kommst du abends heim und dann haust du dir nochmal irgendwie keine Ahnung was rein. Das ist ja schnell gemacht, aber was sollte ich denn eigentlich machen? Also auf was sollte ich denn achten, dass ich eher das zu mir nehme und weniger das? Also mal konkret. Gibt es da einfache Tipps zu sagen, gehe nicht in die Kantine, ist jetzt kein, dann bin ich nachher auch fertig. #00:19:38-3#

Guiseppe: Einfache Tricks sage ich dir gleich. Ich sage dir aber, warum das meistens so endet beziehungsweise, warum das so bei den meisten ist. Ich nehme gerne immer auch, wenn es vielleicht manche nervt den Vergleich zum Fußball, weil da sehr viel vergleichbar ist. Stelle dir einen Trainer vor, der in die Kabine reinkommt und sagt. So, Daniel Kientz du spielst im Tor, Iorfida du spielst Innenverteidiger, Herr Müller du spielst da, geht raus und spielt Fußball. Das hat bisher nur einer gekonnt und erfolgreich, das war der Franz Beckenbauer. Bei den meisten würde das einfach in die Hosen gehen oder wenn vielleicht FC Bayern gegen Normania Gmünd spielt oder hier gegen Berglen, dann würde das auch funktionieren. Was will ich damit sagen? Die Planung, die Priorität spielt eine ganz arg wichtige Rolle. Also prinzipiell geht es schon um 3 Mahlzeiten, was ich auch meinen Leuten praktisch im normalen Leben auch empfehle, wenn es jetzt nicht im System beziehungsweise, wenn es jetzt nicht unbedingt 10, 15, 20 Kilo abnehmen möchten. Viele können aber auch 10, 15 Kilo abnehmen. Aber natürlich muss man sich das dann anschauen. Wo kommen sie her? Was ist so das Normalgewicht oder das Idealgewicht? Wobei ich nicht von einem Idealgewicht rede, sondern von einem Wunschgewicht. Weil was bedeutet Idealgewicht? Das ist für mich, das steht in einem luftleeren Raum dieser Begriff. Ich habe einen Wunsch und mit diesem Wunschgewicht fühle ich mich wohl. Das ist das, was wichtig ist. Und es ist gesund, vom gesundheitlichen Aspekt vertretbar. Wenn ich ein Wunschgewicht habe und ich bin 1,80 groß und habe ein Wunschgewicht von 110 Kilo, dann ist das halt gesundheitlich nicht vertretbar. Aber, um auf deine Frage zurückzukommen. Da kann ein Frühstück, kann zum Beispiel so aussehen, dass man einen Quark nimmt oder einen Joghurt nimmt und egal, was man halt dann eher mag. Die meisten mögen Joghurt eher und ich rede von Naturjoghurt. Ich rede nicht irgendwie von einem Erdbeerjoghurt oder so, wo praktisch der Becher, der Joghurtbecher noch nie eine Erdbeere gesehen hat, sondern es ist alles künstlich. Das muss man halt dann schon auch wissen. Egal wie es dann in der Werbung auch wiedergegeben wird. Es ist halt einfach künstlich. Punkt. Und da guckt man halt, dass man Obst reinschneidet. Da sind die Beeren, wenn ich die Erdbeere nehme, Heidelbeere, Johannisbeere und so weiter ganz klarer Favourite, weil der nicht in der Leber verstoffwechselt wird. Also ein ganz arg wichtiger Punkt. Haben auch wenige Kohlenhydrate als andere Obstsorten. Man kann aber natürlich auch einen Apfel reinschneiden, Kiwi, Orange egal was. Was momentan einfach in ist, sage ich jetzt einfach mal. Das passt, wenn man das in Verbindung mit Eiweiß isst, dann steigt der Blutzuckerspiegel auch unverhältnismäßig. Also das passt schon. Aber die Beere ist ganz klar der Favourite, also das passt. Wenn man da eine Erdbeere reinschneidet oder mehrere Erdbeeren reinschneidet. Dann kann man da zum Beispiel ein Dinkelvollkornbrot dazu nehmen. Müsli ist immer ein Thema. Pflanzliche Eiweißstoffe. Wir haben einfach das Thema, dass wir im Supermarkt 80 Prozent tierisches Eiweiß kaufen können und 20 Prozent pflanzliches Eiweiß. Und deswegen sagt man auch und immer wieder oder hört man immer wieder. Nüsse, Nüsse, Nüsse. Und das ist auch richtig. Die Walnuss zum Beispiel hat einen hohen Omega 3 Anteil. Das ist so der König der Nüsse. Wenn man jetzt mal so die Mandel nimmt. Der hat mehr Eiweißanteil. Aber auch eine Haselnuss ist in Ordnung. Also von dem her gibt es eigentlich wenig Nüsse, wo da nicht in Ordnung sind. Außer, wenn man natürlich die Erdnüsse nimmt, wo man vorm Fernseher dann gesalzen und was weiß ich was. Das passt natürlich nicht. Aber ansonsten soll man viel, viel mehr auf Nüsse gehen. Und da hat man eigentlich auch so ein Frühstück, wo man, da können es auch ruhig mal 2 Dinkelvollkornbrotscheiben sein oder Brötchen sein. Dass man gesättigt einfach aufsteht. So dass man eine Zwischenmahlzeit bist zur Mittagspause nicht braucht. Also, wenn man die Zwischenmahlzeit braucht, dann heißt es, dass es zu wenig war. Da bitte abwarten aber die ersten Tage, weil es kann natürlich sein, wenn man es am ersten Tag umstellt, dass man eigentlich ganz gesättigt aufgestanden ist. Der Körper hat noch gar nicht sich umgestellt hat und dann nach neun oder halb zehn oder zehn wieder Hunger hat. Da muss man halt dann durch jetzt dann die ersten paar Tage. #00:24:31-8#

Daniel: Sowas wie Haferflocken? So für den Zwischenfall? #00:24:33-7#

Guiseppe: Genau. Haferflocken, auch Getreide sehr, sehr gut. Enthält Kieselsäure, ist zum Beispiel für Sportler sehr, sehr wichtig, um einfach für die Gelenke, dass man da einfach einiges macht. Banane zum Beispiel zum Beispiel enthält auch sehr, sehr viel Kieselsäure. So Haferflocken ganz klar. Es gibt viele, viele Beispiel. Also du könntest mich jetzt noch ein paar Dinge nennen. Haferflocken ganz klar. Ist jetzt auch ein Teil meines Frühstückes, immer. Haferflocken sind immer dabei. Und dann geht man zum Mittagessen und guckt, dass man da einen guten Fisch isst oder ein gutes Fleisch isst. Da nehme ich zum Beispiel immer die Familie, also Rind, ein gutes Rindfleisch, Wild dazu, Lamm dazu nehmen, wo wenig Arachidonsäure drin ist oder eigentlich gar keine. Deswegen empfehle ich die auch. Und dann muss man halt schauen, wenn man Schweinefleisch isst, ist eine Menge Arachidonsäure drin. Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich es nicht empfehle. Und Pute und Hühnchen ist schon mal in Ordnung, aber man muss halt einfach wissen. Es sind gemästete Tiere und keine Weidetiere. Immer natürlich, wenn ich jetzt zu meinem Onkel gehe, der das selber, die selber betreut die Tiere und die dann auch dann am Ende auf dem Tisch landen, die schmecken natürlich, da kann ich auch eine Pute essen oder ein Hühnchen. Also wir reden von Lebensmitteln, die man irgendwo kauft. #00:25:57-9#

Daniel: Klar. #00:26:00-5#

Guiseppe: Genau. Und abends guckt man halt einfach, dass man die Kohlenhydrate reduziert, dass man noch mehr auf Eiweiß geht, dass man Gemüse auswählt, wo jetzt weniger Kohlenhydrate hat wie Zucchini zum Beispiel, Aubergine, dass man Rohkost nimmt wie Karotte, Gurke und dass man so durchkommt und dass man abends, wenn man dann vorm Fernseher mal hockt und sagt. Oh! jetzt aber einen Snack. Dass man sich dann was einfallen lässt. Auch, wenn jetzt Nüsse Kohlenhydrate haben ein paar, dann ist es besser, man nimmt 2 Hand voll Nüsse als eine Packung Chips. Oder man macht sich Gedanken und sagt. Okay, das ist ein kleiner Tipp von mir, wenn man Parmesan nimmt und kleine Scheiben schneidet und die dann in die Pfanne tut und vielleicht nur ein, zwei Minuten und dann wieder umdreht. Dann sind das auch Chips. Nur die bestehen halt aus Käse. Der Geruch ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig dann im Raum, weil der Käse ist dann ein bisschen verbrannt et cetera, aber also mir schmeckt es richtig, richtig gut und macht richtig Spaß. Man hat so das Gefühl man isst Chips, aber eigentlich isst man Käse. #00:27:06-2#

Daniel: Okay. Thema Bewegung, was so ein bisschen der andere Faktor ist, gibt es irgendwelche Sachen, wo ich jetzt nicht, wo ich keinen Riesen-Zeitaufwand habe? #00:27:15-1#

Guiseppe: Also es gibt, also es geht A darum, dass man Dinge eventuell anders macht ohne zusätzliche Zeit investieren zu müssen. Damit meine ich Spaziergänge. Ob ich jetzt in der Kantine hocke und eine halbe Stunde Zeit vertrödelt mit irgendwelchen Gesprächen oder irgendwelchen Nickerchen, wo du dann müder bist als vorher. Wobei ich da nichts dagegen habe, wenn einer mal 5 Minuten seine Augen zu macht, aber ich denke einfach, es ist viel, viel vorteilhafter, dass er rausgeht an die frische Luft und dann mal einen Spaziergang macht. Es gibt auch dann auch Möglichkeiten wie zum Beispiel, wir sind ja da richtig, richtig weit und wenn ich dann sehe wie ich jetzt auch, bin auch noch Fußballtrainer nebenher als aktiven Trainer vom SV Unterweißach und da hat sich die Trainingslehre dann auch schon sehr, sehr gewandelt. Also man geht gar nicht mehr, auch im Profibereich, so in die Wälder und dann eine Stunde gehen wir laufen und Hardcore, sondern da geht es so in 4 Minuten Workouts, wo so vier, fünf Minuten, zehn Minuten so nacheinander Sachen gemacht werden, auch für Menschen konzipiert, die Unternehmer sind, die selbstständig sind, die oder auch Mütter, die zwei, drei Kinder zuhause haben und verständlich wenig Zeit haben und vorm Fernseher dann abends noch schnell ihr Programm durchziehen wollen. Da gibt es dann schon einige Tipps, die ich und das ist dann der Vorteil von meinen Klienten, weil ich einen sportlichen Hintergrund habe, nicht ein Hintergrund, sondern aktuell immer noch, also mit dem Sport sehr verbunden bin, da kann ich dann schon auch Tipps geben. Du pass auf, jetzt 5 Minuten, 10 Minuten, dann machst du das, das, nimmst deine Uhr daneben und dann machst du 1 Minute das, 1 Minute das und eine Pause, das, das, das und das und dann hat man dann schon sehr, sehr viel gemacht. #00:28:55-6#

Daniel: Sag mir die beste oder effektivste Übung, eine einzige. Gibt es da eine? #00:28:59-0#

Guiseppe: Die klassische, was meinst du was ist die klassische? #00:29:01-5#

Daniel: Kniebeuge? #00:29:01-8#

Guiseppe: Die ist auch nicht schlecht, aber die Liegestütze ist immer noch die beste, was das angeht. Man kann zum Beispiel jetzt beim Situp kann man sehr, sehr viel falsch machen, aber der ist auch nicht ganz schlecht. Und dann kann man schon wieder aus den Situps kann man 5 verschiedene Übungen machen. Also vom Bauch her gibt es ja 50, aber alleine das Situp, den kann man schon so variabel gestalten. Das ist brutal. Aber die Liegestütze also da gibt es natürlich verschiedene Meinungen, aber die Liegestütze ist auf Deutsch gesagt, so eine geile Übung, also da kommt man schon ziemlich weit. Aber ich sage nicht, 10 Liegestützen machen pro Tag und damit ist das Thema erledigt, sondern ich gebe dann schon auch Tipps, wo ein bisschen umfangreicher sind. #00:29:50-0#

Daniel: Sind 10 Liegestützen, frage ich trotzdem, am Tag genug? #00:29:54-9#

Guiseppe: Sind zu wenig. 10 sind zu wenig, also. Kommt ganz drauf an. #00:29:59-7#

Daniel: Also oftmals liest man ja, man soll da irgendwie was weiß ich 10 machen, dann Pause, dann wieder 10, Pause, dann wieder 10. Also ist schwierig. Ich glaube, die meisten, kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, am Anfang kriegst du einfach nicht viel Liegestützen hin. #00:30:13-3#

Guiseppe: Ja die Frage ist, wo kommst du her? Das ist halt das. Wo kommst du her? Also, wenn ich jetzt irgendeine Klientin sagt, eben nie Liegestützen gemacht hat und einfach noch eine Herausforderung hat mit sportlichen Aktivitäten. Die wird wahrscheinlich bei 5 aufhören. Dann sagt man halt. Gehe auf die Knie und mache Liegestützen. Gehe auf die Knie und mache dann Liegestützen 10 Stück oder 8. Weil die halt dann viel, viel einfacher sind. Und da arbeiten wir jetzt halt dann zwei, drei Wochen dran oder du machst das einfach und dann gucken wir mal, ob du 5 normale hinkriegst. Also man muss gucken, wo man die Leute herholt. Wenn ich jetzt den einen Kollegen da, wo ich vorhin gesagt habe, aus Fellbach den Hochleistungssportler da, der jeden Tag unterwegs ist, wenn ich sage. Mache 10 Liegestützen. Dann sagt er. #00:30:55-6#

Daniel: Dafür fange ich nicht an. #00:30:56-3#

Guiseppe: …reden wir über was Anderes oder du hast ja gar keine Ahnung. Also bei dem fängt es halt bei 50 an, pro Stunde. Ja also, von dem her. Du musst immer gucken, wo holst du die Leute ab und diese Flexibilität und dieses hineindenken in jede einzelne Person, ja das habe ich mir zur Aufgabe gemacht. Dass ich nicht ein Schema habe sondern, dass ich mir das ganze anschaue und deswegen ist auch jede Arbeit oder jede Arbeit mit einer Person für mich so aufregend, weil es irgendwie immer anders ist. #00:31:31-5#

Daniel: Hast du für dich irgendwelche Routinen, wo du rausgefunden hast, die funktionieren für dich? Egal, um was es jetzt geht, ob es Ernährung oder Bewegung oder egal Arbeitsalltag ist? Hast du irgendwelche Routinen? #00:31:43-5#

Guiseppe: Ich bin extrem, also fast schon, nein krankhaft würde ich nicht sagen, aber ich bin extrem strukturiert in meinem Arbeiten. Also ich habe hier meine Listen wie du hier siehst. Die sind Dinge abgehakt mit Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Wen rufe ich wann an? Ich tue alles in den Kalender rein, wen ich wann anrufen musst. Das geht bei mir auch gar nicht anders. Also ich versuche mir alles, mich an alles erinnern zu lassen beziehungsweise mir alles aufzuschreiben. Ich gucke, dass ich Reminder habe, weil ab einer gewissen Schlagzahl kannst du dir nicht alles merken. Also ich sage immer. Alles, was ich nicht im Kopf habe, muss ich mir nicht merken. #00:32:25-5#

Daniel: Das heißt aber, du nimmst dir eine gewisse Zeit, wo du deine Woche vorbereitest oder? #00:32:30-4#

Guiseppe: Ich nehme mir, will fast sagen, ich nehme mir jeden Tag Zeit meinen nächsten Tag vorzubereiten. #00:32:35-6#

Daniel: Also auf Tagesbasis quasi. #00:32:37-1#

Guiseppe: Genau. Also die Woche ist klar. Also meine Klienten, wie rufe ich sie an, die werden wöchentlich geplant, weil ich muss ja wissen, die meisten fangen immer montags an, wenn sie in die enge Betreuung gehen. Aber ansonsten ich plane meinen Tag eigentlich täglich immer. Genau. Also das ja da hat man schon sehr, sehr viel lernen dürfen. Also ich denke aber auch jeder Selbstständige, der sollte wissen sich oder sollte wissen wie man sich verplant, weil oder diszipliniert, sagen wir mal so. Also ich habe ja auch neu gebaut und du bist ja gerade da und du siehst, dass unten die Einliegerwohnung mein Büro ist mit verschiedenen Möglichkeiten und natürlich ist mir aber möglich einen Stock hochzugehen und dann bin ich in meinem privaten Bereich. Wenn du dann nicht disziplinierst, dann kann sein, dass es halt einfach nicht passt. #00:33:29-0#

Daniel: Gibt es irgendwelche Erfolgsrezepte, die du für dich hast? #00:33:33-2#

Guiseppe: Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Das war ziemlich schnell war mir das klar. Ich möchte nicht der Ernährungsberater sein, der, ich möchte es mal vergleichen mit dem klassischen Ernährungsberater in Italien. Ja ich war ja jetzt vor 2 Monaten, ist man ja fast schon wieder urlaubsreif, aber ich war im Juli im Urlaub und Italien ist ja immer wieder so. Da wurde der Ernährungsberater, der Nutrizionista, wird da so nicht als Gott, aber der kommt direkt hinterm Arzt, also das ist, weil der wirklich dann auch schaut, ich gehe zum Nutrizionista und im April oder im Mai, dann kommt so die Bikinifigur beziehungsweise man ist dann fit für das Meer und so weiter und so fort. Und ja wie soll ich das sagen? Dort ist aber so, du kommst hin und dann sagt er dir. Okay, das und das ist gut für dich. Du kriegst eine Liste und bist eigentlich auf dich alleine gestellt. Und hier ist nicht großartig anders. Habe ich gesagt. Okay, ich muss irgendwas machen, dass das nicht so bei mir ist, weil ich darauf eigentlich überhaupt keine Lust habe. Ich habe schon immer gerne mit Menschen gearbeitet, ich bin gerne mit Menschen zusammen und ich helfe sehr, sehr gerne Menschen und betreue sie sehr, sehr gerne. Und dann war ich ziemlich schnell bei meinem Alleinstellungsmerkmal. Ich habe lieber weniger Kunden, aber dafür größere Aufträge. Also, wenn bei mir ein Klient ist, dann ist das Alleinstellungsmerkmal, was ich herausgebracht habe, ist, dass ich täglich Kontakt zu ihm habe. Außer sonntags, die ersten 3 Tage und danach hören wir uns drei, vier Mal. Weil es einfach keinen Sinn macht, jemanden täglich anzurufen über 6 Monate. Weil selbst das Ernährungsthema ist so groß, die größten Fragen kommen die ersten 3 Wochen, die Unsicherheiten und dann sollte auch so eine kleine Sicherheit schon beim Klienten da sein oder auch so ein Lerneffekt mit drin sein, dass es dann auch drei, vier Mal reicht. Und natürlich wie soll ich das sagen, also Erfolgsrezept zu schauen, dass man die Sprache der Menschen spricht. Nicht die Sprache des Ernährungsberaters oder des Ernährungswissenschaftlers oder des Arztes spricht, sondern die Sprache des Menschen spricht. Also, dass man nicht irgendwelche Fachwörter in den Mund nimmt großartig, wo der Klient nur Bahnhof versteht, wo einem da gar nichts bringt, aber man ein gutes Gefühl hat, weil man das gesagt hat. Aber es bringt ja nichts. Also ich möchte dann schon in der Sprache sprechen wie die Menschen mich auch verstehen. #00:36:29-4#

Daniel: Was würdest du machen, wenn du kein Geld verdienen müsstest beziehungsweise 1 Jahr kein Geld verdienen müsstest? #00:36:34-5#

Guiseppe: Was ich machen würde? #00:36:36-9#

Daniel: Wenn du kein Geld verdienen müsstest beziehungsweise dafür gesorgt wäre. #00:36:41-5#

Guiseppe: Wenn dafür gesorgt wäre und ich müsste trotzdem oder ich dürfte trotzdem was machen. Also ich würde den Ernährungsberater würde ich definitiv weitermachen. Das ist sicher. Weil das, wie will ich das erklären? Es ist eine Sache von, das Geld spielt am Anfang eine Rolle, das wird bezahlt, dann geht die Betreuung los in den meisten Fällen und diese Rückmeldung, diese im Italienischen sagt man Soddisfazione. Was die Klienten dir geben, das heißt so, dieses Gefühl, dieses Positive und dieses Überwältigende, was sie dir geben. Wenn jemand, wenn ich jetzt hier schaue, dass jemand mit lass mich rechnen 115 Kilo begonnen hat vor 14 Wochen und momentan bei 96 Kilo ist und das aber schon bei der Dame das aber schon 30, 35 Jahre nicht mehr hatte und schon etliche Dinge probiert hat und nie unter 110, unter 108 gekommen ist und ihr jeder gesagt hat. Ja und das und weiter geht es nicht und hin und her und dass mich meine Person, das System ist das eine, ich hatte ja vorhin erklärt, aber durch meine Person, durch meine sage mal Sicherheit, was ich ihr auch weitergegeben habe, durch das Vertrauen, was die in mich hat, da spielt jetzt am Anfang das Geld ein Thema, aber die geben dir so eine Zufriedenheit zurück, dass das Geld dann auch zweitrangig ist. Man muss aber ganz klar sagen, dass ich auch ein Fußballer bin und dass das Coaching, das ist ja eigentlich, wenn du eine Mannschaft trainierst, ist ja das Fordern und Fordern ist ja bei meinen Klienten und ist ja bei meinen Sportlern auch so. Also ich denke, dass ich da Geld verdiene, ist das eine und Leidenschaft oder Berufung wie man so nennt, da ziemlich d’accord bin, also, dass ich da auf dem richtigen Weg bin. #00:38:53-1#

Daniel: Giuseppe, vielen Dank! #00:38:55-3#

Guiseppe: Gerne. Mir hat es Spaß gemacht. #00:38:56-6#

Lieber lesen? Kein Problem. Hier gibt es das vollständige Transkript der Folge als PDF-Download:

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