Wie du deine unternehmerischen Karriereziele definierst

Wenn man seine ersten Schritte als Unternehmer macht, trägt einen die (positive) Aufregung schonmal ein ganzes Stück weit. Diese ganzen Möglichkeiten und Potenziale. Alles ist interessant. Endlich frei (oder auf dem Weg zur Freiheit) von den Einschränkungen eines Arbeitgebers, eines 9-to-5-Jobs und des Kletterns auf der Unternehmensleiter. Du bist jetzt selbst für dein Schicksal verantwortlich, […]

Veröffentlicht von Daniel

am 17. September 2019

Wenn man seine ersten Schritte als Unternehmer macht, trägt einen die (positive) Aufregung schonmal ein ganzes Stück weit. Diese ganzen Möglichkeiten und Potenziale. Alles ist interessant.

Endlich frei (oder auf dem Weg zur Freiheit) von den Einschränkungen eines Arbeitgebers, eines 9-to-5-Jobs und des Kletterns auf der Unternehmensleiter. Du bist jetzt selbst für dein Schicksal verantwortlich, und die Freiheit ist erstmal super.

Aber irgendwann lässt diese Aufregung nach, und du findest dich ohne eine genaue Vorstellung, wohin dein Unternehmen, also du selbst und deine unternehmerischen Ziele, lenken willst, wieder. Du bist/warst so sehr damit beschäftigt, dich selbstständig zu machen und deine Unternehmung einfach voran zu bringen, dass du keinen Gedanken verschwendet hast, darüber nachzudenken, was der nächste  Schritt ist. Was jetzt?

Wenn du diesen Moment erreicht hast, ist es an der Zeit, deine unternehmerischen Karriereziele (neu) zu definieren. Obwohl sich die Karriereziele als Unternehmer von denen als Angestellter unterscheiden, ist die Festlegung klarer Ziele mindestens genauso wichtig, ich würde sagen, sogar noch wichtiger.

Ich will ich mit diesem Artikel erkunden, wie man unternehmerische Karriereziele definiert, auch wie sie sich von traditionellen Karrierezielen unterscheiden, und wie man sie so setzt, dass sie helfen, den gewünschten Erfolg und die gewünschte Richtung zu finden.

Wie sich unternehmerische Karriereziele unterscheiden

Die meisten Ratschläge zur Bestimmung von “Karrierezielen” richten sich an Angestellte von Unternehmen – Ratschläge, die für dich als Unternehmer meist nicht sehr hilfreich sind. Du bist nicht daran interessiert, wie du in einem Vorstellungsgespräch mit potenziellen Arbeitgebern über deine Karriereziele sprechen kannst. Der Karrierepfad zu einer Führungsposition ist irrelevant. Und Diskussionen zur Rolle der Karriereziele bei der Arbeitssuche sind außerhalb der Realität. Es geht ja um den Job, den Du für Dich selbst geschaffen hast.  Das ist nicht das ist, wonach du suchst.

Stattdessen sind hier fünf Dinge, die immer wieder zu finden sind, die man sich bei der Festlegung unternehmerischer Karriereziele immer wieder vor Augen führen sollte.

1. Setz dir realistische Ziele

Entrepreneurship ist in gewisser Weise ein Akt des Ego. Du musst bereit sein, angesichts von Neinsagern und Widerständen genügend Vertrauen in deine Idee, in dich selbst und in dein Geschäft zu haben. Du solltest mutig sein; du musst mutig sein. Aber es besteht auch die Gefahr, so wagemutig zu sein, dass man sich unrealistische Ziele setzt. Ziele sind ein mächtiges Werkzeug, wenn man sie richtig anwendet, aber wenn man sich Ziele setzt, die zu hoch sind (vor allem auf einer zu kurzen Zeitskala), stellt man sich nur auf Frustration ein.

Fürchte das Scheitern nicht, denn du musst bereit sein, zu scheitern, denn alle erfolgreichen Unternehmer scheitern und lernen kontinuierlich aus ihren Fehlern. Dennoch solltest du dir keine Ziele setzen, die du mit deinen aktuellen Ressourcen oder Fähigkeiten nicht erreichen kannst.

Alle kennen Elon Musk für Unternehmen wie SpaceX und Tesla, aber vergessen, dass er diese Unternehmungen erst dann angegangen ist, nachdem er aufgrund seines Erfolgs mit PayPal bereits ein Multimillionär war. Er hat keine dieser beiden Firmen aus dem Nichts aufgebaut, und du solltest nicht das Gefühl haben, dass du das Gleiche tun musst.

Setz dir Ziele, die dich über das hinaus wachsen lassen, was/wer du derzeit bist, aber die immer noch mit dem, was du zur Verfügung hast, erreichbar sind.

2. Setzte SMARTe Ziele

Um Karriereziele zu setzen, die du erreichen kannst, empfiehlt sich der SMART-Zielsetzungsrahmen. Ohne ins Detail zu gehen, aber kurz gesagt, SMART-Ziele sind solche, die die folgenden Kriterien erfüllen:

Spezifisch: Die Ziele sind nicht vage, sondern konkret definiert.
Messbar: Du hast eine objektive, quantitative Methode, um festzustellen, ob du das Ziel erreicht hast.
Attraktiv: Das Ziel ist etwas, das du mit den Ressourcen, Fähigkeiten und Zeit, die du hast, erreichen kannst. Die Motivation, warum etwas zu tun ist. Nichts ist demotivierender als etwas tun zu müssen, was nicht mit persönlichen Zielen übereinstimmt
Relevant: Das Ziel wird zu deiner größeren Vision von Erfolg beitragen.
Terminiert: Das Ziel hat einen Zeitrahmen, der sicherstellt, dass du weißt, wann du es erreicht hast (oder nicht); es ist nicht unbefristet.

3. Bestimme deine langfristigen Karriereziele

Sobald du deinen Zielvereinbarungsrahmen festgelegt hast, ist es an der Zeit, die Ziele selbst zu setzen.

Am Besten mit den langfristigen Zielen beginnen. Dies sind die ultimativen Ziele, die du innerhalb der nächsten 1, 5 und 10 Jahre erreichen möchtest. Du kannst zwar noch länger denken, aber darüber hinaus ist es schwer zu sagen, wie Veränderungen in der Wirtschaft oder deiner Lebenssituation neue Chancen eröffnen oder Veränderungen in deiner beruflichen Laufbahn erforderlich machen könnten, dass das Setzen von Zielen, die so weit weg sind, nicht produktiv ist.

Langfristige Ziele können ziemlich allgemein sein. Es sind Ziele wie “Genug Geld verdienen, um mein Mitarbeitereinkommen zu ersetzen” oder “Ein passives Einkommensunternehmen aufbauen, das ein paar Stunden pro Woche Arbeit erfordert” oder “Ein Unternehmen schaffen, das die Branche aufrüttelt”. Dies sind die großen Ziele, die die kurzfristigen leiten werden, immer im Hintergrund, um als Referenz für deinen gesamten Weg zu dienen.

4. Bestimme deine kurzfristigen Karriereziele

Sobald du dir deine langfristigen Ziele gesetzt hast, kannst du an den kurzfristigen Zielen arbeiten. Wo siehst du dein Unternehmen in 1, 3 oder 6 Monaten und was musst du tun, um es dorthin zu bringen? Gibt es Networking-Veranstaltungen, an denen du teilnehmen solltest, um Investoren zu finden? Führungsqualitäten, die du entwickeln solltest, um dein Team zu leiten, wenn dein Unternehmen wächst? Training, an dem du teilnehmen möchtest oder Bücher, die du lesen solltest? Diese Ziele scheinen vielleicht nicht wie unternehmerische Karriereziele zu sein, aber sie bringen dich auf den Weg zu den größeren, spannenderen Zielen; kurzfristige Ziele sind entscheidend.

5. Schreibe deine Ziele auf

Um deine Ziele zu definieren und nutzbar zu machen, musst du sie aus dem Kopf und auf ein Blatt bekommen. Schreiben ist ein gutes Werkzeug der Selbstreflexion, das es einem erlaubt, die vielen Pläne und Ideen aus dem Kopf zu bekommen und sie auf eine Seite zu bringen. Sobald du dieses Material aus deinem Kopf hast, kannst du daran arbeiten, es so zu organisieren und in eine Form zu bringen, dass du danach handeln kannst.

Der Bonus, wenn du deine Ziele aufschreibst, ist, dass du deine Ziele in einem Format aufzeichnest, mit dem du dich auf sie beziehen, sie an deine Wand hängen und dich selbst verantwortlich halten kannst. Schreibe deine Ziele auf; du wirst es nicht bereuen.

Ziele setzen: Los geht’s!

Du solltest nun verstehen, wie du anfangen kannst, Ziele für deine unternehmerische Karriere zu setzen. Ob du immer noch versuchst, den Übergang zur Selbstständigkeit zu schaffen oder ein etabliertes Unternehmen hast, das Festlegen von Zielen für deinen weiteren Weg ist entscheidend.

Ich wünsche jederzeit alles Gute auf der Reise.

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