Deftones, 18.08.2011, Longhorn/LKA, Stuttgart

Veröffentlicht von Daniel

am 2. September 2011
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Wieder etwas her – Erinnerungen leicht getrübt.

Man muss ja inzwischen echt pünktlich sein bei Konzerten heutzutage. Die fangen tatsächlich an, sowie es auf der Karte steht. Unglaublich. Naja, wir waren nicht ganz pünktlich, denn es war einiges los und soweit vom LKA weg musste ich noch nie parken. Ok, sooooo weit wars nun auch nicht. Trotzdem.

Man hörte schon laute Töne von drinnen. Also gleich rein, denn die Vorband wollte ich unbedingt sehen. Die Deftones haben ja bekanntlich immer sehr geile Vorbands und so wollte ich auch diese sehen: Animals as Leaders. Und wer die nicht kennt, unbedingt auschecken, die Platte ist echt gut. Für Leute die auf tief gestimmte Gitarren und Instrumentalmucke stehen. Und welche Band im Metalbereich hat als Leader schon nen Schwarzen Gitarrengott. Mir fällt grade keine ein.

Jedenfalls hatten Animals als Leaders schon begonnen, waren alles in allem auch ganz ok. Der Sound war irgendwie nicht so. Gut ok, bei acht Saiten kann das schon ein bisschen undefiniert werden, aber ich hatte es mir besser vorgestellt. Und obwohl die Hütte da schon recht voll war, hatten wir jetzt keinen so schlechten Platz. Zumal ich an genau diesem Platz ziemlich oft stehe und schon bessere Konzerte soundtechnisch erlebt habe. Und entweder er hat sich gut versteckt oder es gab keinen Basser. Beide Gitarristen spielten 8-Saiter. Ok, da braucht es nicht unbedingt noch nen Bass. Egal. Gut wars. Sound ausbaufähig.

Nachdem die Vorband ihren Kram so ziemlich selbst aus der Halle getragen hat, gabs ne Umbaupause und die Deftones begannen dann so 21.15 Uhr, glaube ich. Da es an dem Tag eh schon sehr warm war und die Bude ziemlich voll wurde, war es wieder mal ein sehr anstrengend warmes Konzert. Scheiße, verdammt, war das warm :)

Egal. Zur Band. …und was ich mich so erinnern kann. Eins vorneweg: in Hamburg haben die mir besser gefallen. Deftones waren gut, die Jungs waren meiner Meinung nach auch gut drauf, die Leute auch und was will man mit so vielen Hits auch wirklich falsch machen. Im Nachhinein schon echt bemerkenswert: die ganze Setlist nur verdammt Hits. Und bis auf “hole in the earth” ist uns auch nichts eingefallen, was gefehlt hat. Und trotzdem kann ich das Konzert nicht so abfeiern. Hauptursache der Sound. Keine Ahnung warum, die machen doch Soundchecks, haben Top-Equipment und gute Leute mit Erfahrung und trotzdem brauchen die mehr als ein Lied um sich “anzupassen”. Das kann doch nicht nur an der Halle mit und ohne Menschen liegen. Erstes Lied, tiefe Gitarre fast unhörbar. Es wurde besser, aber trotzdem war die Gitarre viel viel zu leise das ganze Konzert über. Die Stimme von Chino hingegen extra-laut, “durchdringend” würde ich sagen. Was einerseits wirklich sehr gut passt und er auch so gut wie alle Höhenlagen erstaunlich gut gesungen/geschrien hat, ist andererseits schade, weil die Gitarre einfach untergeht.

Nun ja, das hat den Spaß etwas getrübt, neben dem Fakt dass eben viele Leute da waren und somit die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in ähnlicher oder größerer Größe (hä?) vor einem steht. Nur warum muss der immer weiter zurück, Zentimeter für Zentimeter. Da bleib ich doch stehen. Körperkontakt. Naja, egal. Ziemlich gutes Konzert. Deftones – immer wieder gerne.

Der Vollständigkeit halber: T-Shirts waren ok, war kein Must-have dabei, vor allem nicht für 30 Euronen. Da dann doch lieber ein halbwegs gutes für 10-15 Euro. Mein Geld jedenfalls blieb in der Tasche. Ha. So konnten wir nach dem Ende der Deftones, schätzungsweise gegen 22.45 Uhr, auch gleich verschwinden.

Nice!

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