Dillinger Escape Plan, 15.07.2009, Longhorn LKA, Stuttgart

Veröffentlicht von Daniel

am 17. Juli 2009
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Endlich. The Dillinger Escape Plan live. Nach zwei erfolglosen Versuchen in den letzten Jahren war es soweit. Was liest bzw. hat man nicht alles gelesen (und gesehen) von deren Live-Qualität. Und naja, wie soll ich sagen: Treffer!

Was da ‘ne gute Stunde lang passierte ist schon mehr als aller Ehren wert. Verdammt. Da kann ich es auch verstehn, dass es keine Zugabe gibt. Dass der Sänger (der mich irgendwie von Weitem an Vin Diesel erinnert, va. wegen der Figur – keine Ahnung ob die vom andauernden Schreien kommt, oder ob er soviel trainieren muss, um zu schreien :) es durchhält auf gleichem Level eine Stunde lang zu schreien, ist dabei noch das am wenigsten Erstaunliche. Der (neue) Schlagzeuger ist, wie der vorherige auch, der Hammer – ziemlich jung, der Gute – und spielt ‘nen Wirbel einhändig schneller als mancher mit zwei Händen (nicht umsonst witzelte der Schlagzeuger von The Casting Out: “Even the Drummer knows chords). Haha, genau und genau diesselbe Band war sich auch dessen bewusst dass sie nur drei und Dillinger ungefähr 500 Akkorde spielen (und kennen/können:). Wobei wir bei den Gitarren wären. Bassgitarre – ok, hatte (rein visuell) etwas von den Rolling Stones, der Basser, hahaha. Dafür flitzten die zwei Gitarristen, v.a. der mit den Haaren (der Hauptsongwriter, wie ich zu wissen glaube:) über die Bühne wie zwei Freigelassene. Wie auch immer die dabei spielen können (geschweige denn sich die gefühlten 30.000 Breaks merken). Mal davon abgesehn, dass es mir handwerklich schon verwehrt bleibt, ein Lied von DEP zu spielen, könnte ich mir kein einziges merken.

Wo war ich? Ach ja, Gitarre. Besagter Gitarrist rennt und springt auf alles (und von allem) was sich so auf der Bühne befindet, aus dem Lauf, beim Spielen, egal – wirbelt die Gitarre durch die Luft, ohne Rücksicht auf Freund und Feind (könnte man meinen), dass es eine wahre Pracht ist. Dabei geht weder Gitarre, noch nicht mal eine Seite zu Bruch. Respekt. Manche würden jetzt sagen, bei dem Krach ist das sowieso egal, aber denen sag ich: Kuckt euch das mal an!!!

Wow, in der Tat eine der geilsten Live-Bands, die ich gesehen habe. Das nenn’ ich ‘ne Messlatte.

Ach so ja, der Rest.
Vorband: die Erste hab ich nicht gesehn – lokale Band, glaub ich. Die “eigentliche” waren ja The Casting Out. Und wie soll ich sagen, naja, puh: laaaangweilig. Wäre da nicht der ehemalige Boy Sets Fire-Sänger (der stimmlich unverkennbar ist), bezweifle ich, dass die jemand hören und/oder sehen wollte. Spielfreude: Fehlanzeige. Sound: mau. Lieder: schwer zu sagen, ich kenne die Platte nicht, nur ein Lied, aber das meiste war Einheitsbrei, bis auf zwei kleine Ausreisser nach oben. Sie wussten dass das auch nicht ihr Publikum ist, aber ok, nur deswegen waren da wahrscheinlich ein paar weibliche Gäste da :)

Location LKA ist okay. Schocken, Wagenhallen und auch die Röhre gefallen mir persönlich besser, aber da ich schon lang nicht mehr dort war, war’s mal wieder ganz ok. War mäßig was los, ganz ok aber auch nicht sehr viel, und die Shirts von DEP waren mit 20 Euros doch recht teuer. Da kauf’ ich mir keins. 12 Euro im Vergleich die von Casting Out oder aber zuvor Isis, sprechen ‘ne andere Sprache. Trotzdem keins gekauft.

Sei es verziehen. Aber was würde man denen nach so einem Auftritt, und darauf kommt’s eben an, auch nicht verzeihen?

Sehr geil!

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