sunn o))), 22.10.2009, Manufaktur, Schorndorf

Veröffentlicht von Daniel

am 16. November 2009
"

Lesen

Verdammt, keine Zeit, die Artikel rechtzeitig zu schreiben – wenn es noch frisch ist – daher hier die etwas abgeänderte “GehverdammtnochmalaufdasKonzert”-Mail an Marc:

Falls Du heut abend noch nichts vor hast und Lust und Geduld und Ausdauer und Ohrenstöpsel und den Wille auch nicht vor Ende heim zu gehen, dann wohne doch einfach mal einer okkulten Messe bei hahaha. Andere würden es Konzert nennen. Ich nicht, nachdem ich das gestern erlebt habe.
Einzigartig ist das schon. Gut (im musikalischen Sinne)? Hm. Einzigartig. Kunst.

Vorband “Eagle Twin” ist auch cool. 2 leute hören sich an wie 4, Gitarre, Schlagzeug, harter Stoff.
Aber Sunn, puh, nach einem 20 minütigem mantraartigen oohhhmmm-Intro und einer bis zum Ende ausgereizten Nebelmaschine kommen die 2 Jungs (dann 3, da Sänger oder Pater oder Waldschrat oder wasauchimmer), grade so schemenhaft sichtbar, auf die Bühne und versuchen mit Tönen oder besser Frequenzen das Haus zum Einsturz zu bringen. Durch Vibration. Witzig ist vor allem wenn man die Bühne sieht und weiß daß die nur zu Zweit sind, was die Gitarren betrifft. Kein Schlagzeug. Wozu auch? Sind ja nur 5 Töne in 2 stunden, oder hundert Frequenzen? Aber es stehen 10 Verstärker und ebenso viele Boxen da. So einen verzerrten Sound gibt es kein zweites mal. Und heftiger auch net. Wenn draußen jemand vorbei läuft, denkt der bestimmt, da drin wird jemand geopfert. Kurz bevor dann alles zusammenstürzt. Heilige Scheiße.
Ja, ob heilig weiß ich net so recht, aber falls jemand mal ne Band für die ultimative okkulte Messe sucht – das ist sie.
Also dann. Massage ahoi.

Ach übrigens: Ja, ich hab es geschafft, die Platte am Stück anzuhören. 4 Lieder – 51 Minuten. Keine Enttäuschung, großes Kino, große Kunst, keine Drogen.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.