Thursday, 26.08.2009, Röhre, Stuttgart

Veröffentlicht von Daniel

am 27. August 2009
"

Lesen

Und ein Haken mehr! Ja, Thursday stand auf meiner Liste „Live zu sehende Bands“.

Gestern war’s dann soweit. An ’nem Mittwoch, tsts. Egal. Binnen einer Woche zweimal Röhre. Zuvor war ich da schon ewig nicht mehr. Naja, evtl. gar nicht so unberechtigt. Außerdem war das nicht das einzige Deja-vu, denn Vorband: Telegraphs. Siehe Rival Schools. Eigentlich sympathische Engländer, mit ganz ordentlicher Mucke (kenn ich nur live) aber irgendwie halt nur ok. Hm, Schade.

Laut dem Shirt-Stand (Thursday-Shirt gab’s zwei, die eher naja waren und 20 Euronen kosteten – ok) war da noch An Early Cascade als Support. Naja, als ich um 20.30 auftauchte fingen kurz darauf auch schon die Telegraphs an. Ich hatte irgendwie echt Sorgen bzw. auch die Erwartung dass es mal wieder ein volles Haus gibt (ein volles Rohr, oder so:). Pustekuchen, mehr als bei Rival Schools war da nicht, der vordere „Tanzbereich“ war gerade so gefüllt. Wenn auch der Applaus ordentlich war, bin ich da schon bisschen enttäuscht – verdammt, zu guten alten (Thursday)Zeiten wäre es in der Röhre da noch richtig abgegangen. Naja, so waren dann auch eher, der Band entsprechend „gesetzte“ Menschen da – 30plus – was eigentlich ganz ok ist (hahaha), aber halt zu wenig. Hm, Schade. 20 Euros sind…naja, für Thursday grade noch so ok.

So 21.45 hat der Donnerstag dann begonnen und um es gleich zu sagen, es war gut. Die sind gut. Nicht sehr gut (live jetzt), aber gut. Sound war ok, wenn auch wieder die obligatorischen ersten zwei Lieder soundtechnisch eher durchwachsen waren. Nach zwei Konzerten in der Röhre schieb ich das auch immer mehr auf den Raum, denn beidesmal fand ich es einfach zu hell. Gott weiß, ich mag helle Gitarren, aber naja – bei Konzerten im Schocken find ich das persönlich nicht so. Evtl. liegt es auch daran dass so ein großer Betonbunker gefüllt sein will. Schade, die Dritte.

Dennoch haben Thursday ihre Sache gut gemacht. Emo-Core-Helden. Ja ich benutze das Wort mit den drei Buchstaben. Das ist bei mir Emo, nicht so Wischi-Waschi-Scheiß. Hardcore-lastige Musik mit starken Meodie/Gesangs-Elementen, Punk-Attitüde. Ich erkenn da keine schwarz geschminkten Gesichter. Naja.
Jedenfalls haben die ja Hits genug, da kamen dann auch einige (außer „paris in flames“, verdammt, aus einem Grund, den ich nicht verstanden habe, wollten die Telegraphs das nicht, und das haben die Herren respektiert – nett – oder Schade:). Geoff, der Sänger, machte echt ne gute (Gesangs)Figur. Und bis auf das Keyboard, welches teilweise unterging, war es echt gut vorgetragen, die Instrumente identifizierbar. Sympathische Band.

Wie auch Rival Schools, würd ich Thursday in die gleiche Alters-/Erfahrungs-/Bedeutungs-/Helden-…-Liga schieben. Und, naja, irgendwie beschleicht mich das Gefühl als wäre das nicht mehr die richtige „Live“-Zeit für derartige Bands. Für die Bands selbst? Für ein großes, junges Publikum? Hm, stimmt mich etwas nachdenklich.

Aber auf der anderen Seite warte ich sehr gerne auf Alben von „erwachsenen“ Bands, denen das auch bewusst ist, und die keinem mehr was beweisen müssen. Dazu hier ein weiterer Hinweis auf eine der Besten unseres Landes.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.