4 hilfreiche Strategien zur Verbreitung von mehrteiligem Inhalt

Du hast deinen Inhalt gestaltet. Du hast ihn auf deiner Website veröffentlicht. Was jetzt? Leider hören viele Marketer dort auf. Sie denken: ” Das steht jetzt im Netz. Google wird das in Ordnung bringen.” Naja, nicht wirklich. Nachdem du viel Zeit damit verbracht hast, tolle Inhalte zu erstellen, kannst du nicht nur auf das Gute […]

Veröffentlicht von Daniel

am 11. November 2019

Du hast deinen Inhalt gestaltet. Du hast ihn auf deiner Website veröffentlicht. Was jetzt?

Leider hören viele Marketer dort auf. Sie denken: ” Das steht jetzt im Netz. Google wird das in Ordnung bringen.” Naja, nicht wirklich.

Nachdem du viel Zeit damit verbracht hast, tolle Inhalte zu erstellen, kannst du nicht nur auf das Gute hoffen. Du musst so viel Traffic wie möglich zu deinem Content lenken, damit er seine Aufgabe erfüllt: dein aktuelles Publikum zu erfreuen und neue Fans zu gewinnen.

Diese Notwendigkeit ist besonders wichtig, wenn du dein Content Teil eines sog. Hub-and-Spoke Content Marketing Systems ist. Klingt komplizierter als es ist. Es geht um quasi um mehrteiligen Inhalt z.B. 5 Blogposts rund um ein zentrales Thema mit dem Ziel, Call-to-Action, zum Download einer Anleitung zu irgendwas.

“Die Begriffe Hub and Spoke, Speichenarchitektur und Nabe-Speiche werden im Transportwesen und in der Informationstechnik benutzt. Allgemein ist damit gemeint, dass die Verbindung zwischen zwei Endknoten A und B nicht direkt, sondern über einen Zentralknoten Z, die Nabe (englisch: hub), geführt wird. Die Verbindungen der Endknoten A, B zum Knoten Z bezeichnet man hierbei als Speichen (englisch: spokes).”  Quelle: Wikipedia

Dieses System ist darauf ausgelegt, Leads zu erfassen und Mehrwert zu liefern. Das bedeutet, dass jede Minute, die du damit verbringst, für diese Inhalte zu werben, einen besseren ROI hat als jede Minute, in der du für traditionelle Blog-Posts wirbst.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass es falsch ist einzelne Posts zu schreiben und zu verbreiten – meist ist dies vom Aufwand her einfacher. Hier geht es um eine Serie mit mehreren Teilen, dessen Erstellung meist einen hohen Planungs- und Erstellungsaufwand hat und daher eine bewusste Entscheidung für diese Art System sein muss.

Hier sind vier wichtige Taktiken, dazu:

1. Sende deinen Beitrag per E-Mail an deine Abonnenten

Jedes Mal, wenn du Inhalte erstellst, solltest du es deinen Fans sagen. Sie folgen dir bereits, also werden sie es bestimmt sehen wollen. Dein erster Schritt ist, eine E-Mail an alle zu senden, die sich bereits angemeldet haben.

Es gibt drei Möglichkeiten, dies zu erreichen.

  1. Eine Methode ist die Ankündigung jedes Artikels, sobald er veröffentlicht wird. Dies ist die klassische Art und Weise, wie die Inhalte einer Marke bzw. eines Unternehmens an die Abonnenten verteilt werden. Du veröffentlichst einen Artikel und schickst dann die E-Mail.
    Auf diese Weise kann jeder Ihre Inhalte sehen, sobald sie verfügbar sind. Je früher deine Abonnenten davon erfahren, desto früher können sie es teilen und verlinken.
    Allerdings gibt es einen Nachteil. Wenn du zu viel Zeit brauchst, um den nächsten Artikel in der Serie zu posten, ist die Gesamtheit des Pakets “beschädigt”. Die Artikel fühlen sich wie einzelne Blog-Posts an, was das Hub-and-Spoke-System zu vermeiden versucht. Außerdem, wenn deine Abonnenten Woche für Woche ähnliche Themen sehen, ohne dass ein Ende in Sicht ist, besteht die Gefahr, dass sie sich von der Mailliste abmelden, wenn sie diese Themen nicht mögen.
  2. Die zweite Methode ist, zu warten, bis alle Artikel in deinem Paket gepostet sind, und sie dann mit der Zeit an die Abonnenten weiterzuleiten. Ja, das bedeutet, dass du warten musst, um Blüten des Traffics zu sehen, aber dein Gesamttraffic wird sich verbessern, sobald deine Abonnenten erkennen, dass du etwas Großes für sie zusammengesetzt hast.
    Wenn du dich entscheidest, dein Hub-and-Spoke-Paket als sog. Drip-Kamapgne aufzusetzen, dh tröpfenweise zu verteilen, sende jeden Tag oder jeden zweiten Tag eine E-Mail. Stelle klar, dass es sich um eine Serie handelt, indem du Phrasen wie “1/8” oder “3 von 10” in den Betreff einfügst, damit sie wissen, dass a) diese E-Mail Teil der Gruppe ist und b) die Serie schließlich endet, also sich niemand abmelden muss/soll.
  3. Die dritte Methode besteht darin, eine E-Mail mit einem Link zu deiner Knoten-Landing-Page zu senden. Im Allgemeinen wird dir das nicht die Art von Engagement bringen, die du willst, weil du nur eine Seite teilst. Benutze diese daher Methode nur, wenn du weißt, dass deine Abonnenten nicht bereit sind, zu viele E-Mails zu erhalten (was bei den meisten demographischen Untersuchungen nicht der Fall ist).

2. Plane einmalige und “rollierende” Social-Media-Posts

Natürlich solltest du alle deine Inhalte in deinen Social Media Profilen veröffentlichen. Wie du das beste Engagement aus deinen Postings herausbekommst, geht über den Rahmen dieses Artikels hinaus. Nur soviel: Scheu dich nicht, mit deinen eigenen Beiträgen zu experimentieren. Bemühe dich, engagiert, überzeugend und interessant zu sein, stelle Fragen, sei provokativ (wenn das für dein Geschäft angemessen ist) und berühre deine Fans auf einer emotionalen Ebene.

Und ich empfehle dir, einen “rollierenden” Social Media Zeitplan mit diversen Beiträgen zum Thema/Beitrag einzuführen. Ich benutze dafür u.a. missinglettr als Tool. Damit erstelle ich einzelne Posts für Social Media Kanäle, die dann nach einem Zeitplan gepostet werden. Dies ist eine großartige Möglichkeit, die Inhalte in der sozialen Welt frisch zu halten, ohne sie mühsam selbst immer wieder neu zu veröffentlichen.

3. Zusammenarbeit mit Influencern, um deren Zielgruppe zu nutzen

Influencer-Marketing ist eine wirkungsvolle Strategie, besonders wenn du eine neue Marke hast/bist, ohne ein eigenes Publikum. Indem du deine Inhalte von “einflussreichen” Personen teilen lässt, kannst du deren Bekanntheit nutzen, um den Traffic auf deiner Website zu steigern und einige von ihnen in Leads und Verkäufe zu verwandeln.

Der ideale Influencer ist jemand, der ein ähnliches Publikum hat, aber kein direkter Konkurrent ist. Vergeude nicht deine Zeit damit, dich an Influencer mit riesigen Followermassen zu wenden. Sie erhalten jeden Tag Dutzende von Kalt-E-Mails. Finde stattdessen Influencer mit einem geringfügig größeren Publikum als deinem.
Kaltakquise bzw Kalt-E-Mails, nachdem du deine Inhalte erstellt hast, ist/sind auch hier selten effektiv. Selbst wenn es funktioniert, dauert es lange und deine E-Mails werden meist nicht beantwortet. Es ist wie Betteln für einen Share oder Like:)

Anstatt um Gefälligkeiten von Menschen zu bitten, die du noch nie getroffen hast, beginne mit dem Aufbau von Partnerschaften mit Influencern. In einer Partnerschaft erhalten beide Parteien etwas.

Damit ich’s erwähnt habe: Ich meine hier nicht die Art Internet-Sternchen-Influencer, sondern “einflussreiche” Personen, Experten in dem jeweiligen Feld, Go-to-Guys, wie auch immer, Leute an die man denkt und sich wendet, wenn man… du weißt was ich meine, oder?

Sprich mit diesen Influencern vor oder während der Erstellung eines bestimmten Inhalts. Bitte sie, dir ihre Gedanken, Meinungen, Anekdoten oder Zitate zu geben. Bitte sie, dir Links zu ihrem Inhalt zur Verfügung zu stellen, die du in deinen aufnehmen könntest. Sage ihnen die Wege, wie du die Inhalte selbst bewerben wirst, damit sie wissen, dass du wirklich darin bestrebt bist.

Sobald du den Artikel mit seinen unterstützenden Inhalten/Zitaten/Links veröffentlicht hast, sende dem Influencer eine Nachricht, die ihm oder ihr sagt, dass er live ist. Bitte höflich darum, den Artikel an ihre Fans weiterzugeben. Du versuchst hier eine langfristige Beziehung aufzubauen, die zu vielen Cross-Promotion-Möglichkeiten führen kann, und nicht willst hier nicht nur eine einmalige Aktion durchführen.

4. Kommuniziere mit Gleichgesinnten auf Community-Websites

Community-Websites sind Bereiche im Web, in denen Benutzer ihre eigenen Kommentare posten können. Vor 15 Jahren hätten wir diese Kategorie “Foren” genannt, aber dieses Wort passt nicht mehr wirklich. Mit zunehmender Benutzerinteraktivität mit Websites haben sich die Community-Websites weiterentwickelt.

Das Posten auf Community-Seiten ist richtige “Basisarbeit”. Es fühlt sich ein bisschen wie Vertrieb an, weil du oft mit einer oder einer kleinen Gruppe von Menschen redest und dich mit ihnen beschäftigst, aber es ist in Wirklichkeit Marketing, weil deine Beiträge für jeden in diesen Gemeinschaften (die Millionen von Menschen sein könnten) verfügbar (und sichtbar) sind. Diese werden auch in den Suchergebnissen von Google angezeigt.

Facebook und LinkedIn Gruppen

Facebook und LinkedIn haben jeweils Funktionen, mit denen Benutzer an Foren zu ihren eigenen Themen teilnehmen oder Foren erstellen können. Gruppen in allen Größen. Also achte darauf, eine zu finden, die genügend Traffic hat, aber auch relevant ist. Entwirf deine eigenen Diskussionsbeiträge oder antworte anderen Leuten. Verlinke deine eigenen Inhalte.

Quora

Quora ist eine Website, auf der Leute Fragen stellen und andere Benutzer antworten. Nutze diese Seite, um die Fragen anderer Leute zu beantworten. Achte darauf, dass du einen Link zurück zu deiner Website einbaust.

Quora ist übrigens auch ein großartiger Ort für Inspiration zu neuen Inhalten.

Foren

Foren für Nischen-Communities gibt es nach wie vor, obwohl viele in Facebook- und LinkedIn-Gruppen gewandelt wurden (weil die Menschen ohnehin viel Zeit in ihrem bevorzugten Social Media-Netzwerk verbringen). Dein Publikum kann Zeit in einem bestimmten Forum verbringen. Wenn du eins mit einem großen Publikum findest, fang an, hilfreiche Inhalte zu veröffentlichen. Achte aber bitte immer auf alle Regeln zur Eigenwerbung.

Fazit und abschließende Überlegungen

Wie gesagt, mir geht es in diesem Beitrag darum, was du tun kannst, wenn du mal eine Beitragsserie planst und ausführen willst. Klar, einiges gilt/geht auch für einzelne Beiträge. Aus meiner Sicht sollte immer die eigene Webseite, dein sog. Content-Hub sein, dh. der zentrale Ort, wo deine Inhalte “leben”. Bei Hub-and-Spoke-Content ist es auch so, allerdings gibt es hier idealtypisch nochmal eine zentrale Landing Page z.B. mit dem zentralen Download-Link, auf den deine Beitragsserie führt.

Du solltest aber nicht zu viel Zeit damit verbringen, ein einziges Stück Inhalt zu bewerben. Wenn du zu viel in nur ein Stück investierst, bindest du zu viele Ressourcen und schließt sie von der Erstellung neuer Inhalte aus.

Entwickle einen Prozess zur Bewerbung von Inhalten auf der Grundlage deiner Ergebnisse und deiner Präferenzen. Es gibt einige Tools an dieser Stelle. Wenn du es vorziehst, 20 Tweets zu schreiben, tue es für jeden Artikel. Wenn du Links in drei Facebook-Gruppen platzieren möchtest, tue es für jeden Artikel. Sobald du jedoch deinen Prozess abgeschlossen hast, gehe zum nächsten Inhalt über.

Wie sind deine Erfahrungen mit mehrteiligem Inhalt zu einem zentralen Thema? Nutzt du Tools zur Unterstützung und wenn ja, welche Tools nutzt du? Freue mich über Kommentare.

Photo by Jean van der Meulen from Pexels

1 Kommentar

  1. Sehr schön erklärt! Gerade in manchen Bereichen kann ein Text sonst viel zu lang sein. Allein wenn man jemanden erklären will, wofür zum Beispiel Das Trowalisieren alles gut ist, kann man eine Übernachtung buchen… 😉 Danke für die Tipps zur Aufteilung!

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.