5 Schritte, wie du dein Unternehmen auch mit kleinem Marketing-Budget langfristig voran bringst

Veröffentlicht von Daniel

am 25. Oktober 2016
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Falls du jemals gedacht hast „Ich müsste eigentlich viel mehr Zeit dafür aufbringen, mich und mein Unternehmen zu bewerben, aber ich bin gerade zu sehr mit Kundenaufgaben beschäftigt, die jetzt erstmal erledigt werden muss.”, bist du nicht allein.

Die meisten Freiberufler, Agenturen und Unternehmen arbeiten (leider) so. Sie stecken so sehr in Kundenprojekten (fest), die natürlich die Rechnungen am Ende des Monats bezahlen, aber sie vergessen völlig, effektiv Zeit für das Promoten ihres Unternehmens aufzubringen.

„Ich hab’s bis heute ohne das Bewerben meiner Firma geschafft, das kann also gut bis morgen warten.“ So oder so ähnlich hört sich das dann an. Klar, warum auch Zeit dafür aufwenden, ist ja nicht so wichtig, denn man hat ja genug Projekte und Kunden an der Angel, die einen beschäftigen und die Rechnungen bezahlen, oder? Seien wir ehrlich, eine zukunfts- und wachstumsorientierte Strategie ist das nicht, denn im Gegenzug höre ich immer, dass man eigentlich ganz gern erweitern und wachsen will.

Es kann sich sogar als eine sehr riskante Strategie herausstellen: Falls du irgendwann nicht mehr genügend Kundenprojekte hast oder einer deiner besten Kunden weg fällt, stehst du und dein Unternehmen ganz schnell am Rande des Abgrunds. Und wenn das nicht schleichend, sondern von heute auf morgen passiert und dich finanziell richtig trifft, suchst du verzweifelt nach neuen Kunden und Aufträgen. Kurzum: Diesen Punkt willst du nicht wirklich erreichen.
Oder vielleicht kann sich dein Unternehmen auch auf Grund des nicht ausreichenden Marketingbudgets nicht richtig selbst promoten.

Wie auch immer: Wenn du das Gefühl hast, das ist ein wenig auch bei dir der Fall, hoffe ich, ich kann dir ein paar nützliche Tipps geben. Im Folgenden will ich dir zeigen, wie du dich und dein Unternehmen auch mit begrenzter Zeit und begrenztem Budget langfristig für Werbe-Erfolg, vor allem online, einstellen kannst.

Schritt 1: Beginne mit einer Stunde am Tag

Wenn du nicht irgendwann damit anfängst, bewusst Zeit für die Vermarktung deines Unternehmens auf zu bringen, wird es nie passieren!

Wen ich derzeit etwas lerne und mir immer wieder bewusst wird, dann dies.

Klar, wenn dein Zeitplan gerammelt voll ist, wird genau dieser Punkt in der Regel immer direkt als Erstes von der To-Do-Liste gestrichen. Um dem entgegenzuwirken, solltest du dich selbst dazu verpflichten, dich wenigstens eine Stunde pro Tag mit Marketing- und Promotion-Strategien zu befassen – solnage bis es zu einer ganz normalen Gewohnheit wird. (Wenn du wissen willst, wie lange das dauert, lese oder höre meinen Podcast mit Andrea Kurz)

Eine Stunde hörts sich vielleicht viel an, aber das passt schon. Es ist genug Zeit, um täglich kleine Fortschritte zu machen, und trotzdem verliert man nicht zu viel Zeit, um noch Kundenarbeiten zu erledigen. Und beginne in der ersten Stunde mit dem Erstellen einer Strategie. Das klingt für viele jetzt vielleicht noch abschreckender, aber kein Grund zur Beunruhigung, hier kommen vier Schritte als kleiner Leitfaden.

Schritt 2: Nutze Content-Marketing zur Generierung von Traffic

Content-Marketing arbeitet für dich, auch wenn du gerade nicht an Content-Marketing arbeitest:) Content ist immer für Interessenten und potenzielle Kunden verfügbar und gibt ihnen das Gefühl, dass du 24/7 für sie da bist. Es ist ein toller Weg potenziellen Kunden zu zeigen, worum es bei deinem Unternehmen wirklich geht. Und sie können sich das Ganze selbstbestimmt und in ihrer eigenen Zeit einteilen, nicht wann du es gerade für richtig hältst und Zeit dafür hast.

Das Problem ist aber, dass es definitiv mehr Zeit von dir (und deinem Team) verlangt.

Beginne daher mit einem Redaktionsplan, der dein Content-Marketing auch mit einem Zeitplan versieht, damit die Aufgaben überschaubarer sind/werden.

Beginne am Besten mit der Beantwortung der am häufigsten gestellten Fragen deiner aktuellen oder potenziellen Kunden. Suchen sie nach mehr Informationen bezüglich eines spezifischen Aspekt eines deiner Produkte oder Dienstleistung, sind sich aber nicht sicher, was das genau bringt? Oder würden sie gerne mehr über die neuesten Praktiken und Techniken erfahren?

Was auch immer der Fall sein mag, erstelle eine Liste der Themen und daran anschließende Inhalte rund um diese spezifischen Anliegen. Das heißt nicht, dass du dich ab sofort jede Woche hinsetzen musst, um einen Blogartikel zu verfassen. Wenn das einfach nichts für dich ist, verschwende damit auch nicht deine Energie, da du dafür vermutlich auch mehr Zeit aufbringen müsstest, als eigentlich nötig ist. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, eine Checkliste, einen Podcast oder dem Aufnehmen einer Reihe von kurzen Videos, die für die Kunden nützlich (und ansprechend) sind. Alles Formen möglichen Contents. Lass dir was einfallen, das zu dir und deinem Thema passt!

Wenn du beginnst, dir über Vorteile und Einsatz deiner Produkte und deines Unternehmens Gedanken zu machen, merkst du schnell, dass es deinem Unternehmen als Ganzes, deinen Leistungen, deinen Produkten, zu Gute kommt, und du eigentlich gar nicht so viel Zeit mit der Aufgabe selbst (der Content-Produktion) verbringst. Und quasi nebenher springt guter Content raus, der zeigt warum dein Produkt, dein Unternehmen, die richtige Wahl ist. Dies baut eine Menge an Vertrauen mit einem potenziellen Kunden auf, da sie sehen können, was dein Unternehmen drauf hat.

Schritt 3: Baue dir ein Publikum auf

Mit Content-Marketing ist es wie mit Fitnessübungen: Du wirst keine sofortigen Ergebnisse sehen, aber mit konsequenter Praxis wirst du im Laufe der Zeit Fortschritte bemerken.

Deshalb ist es wichtig, dass deine Bemühungen im Content-Marketing mit dem Aufbau (d)eines Publikums, digital wie auch persönlich, einher gehen. Erinnerst du dich noch an die sozialen Medien (z.B. Facebook und Facebook-Unternehmensseiten:) Genau.

Teile dich anderen mit

Teile die von dir erstellten Inhalte auf den Social-Media-Plattformen. Erzähle deine Geschichte (vielleicht hast du ja auch meine Podcast Episode mit Mariella Poenaru gehört oder gelesen). Erstelle einen Post (=Beitrag), der zeigt, warum jemand von einem Klick auf den Link profitiert. Von dort aus startet dann die Vernetzung mit deinem Publikum.

Klar, das Ziel sind qualifizierte Kontalte (Leads), aber der Fokus sollte auch auf dem Aufbau von Online-Beziehungen und der Förderung einer Community-Atmosphäre liegen, wo du deinem Publikum dein Know-how mitteilst. Es geht nicht darum, aus dieser Kommunikation einen schnöden Verkaufskanal zu machen und die Leute zu zu spammen (warum ist das Wort “Newsletter” eigentlich so verpönt?). Wenn jemand z.B. einen Kommentar hinterlässt, antworte gewissenhaft mit einer ehrlichen Antwort, statt einem Verkaufsversuch.

Betreibe Networking

Egal, ob du dich mit Menschen online z.B. über XING oder LinkedIn verbindest oder persönlich an Netzwerk-Veranstaltungen teilnimmst – Netzwerken ist immer noch eine der besten Marketing- und Vertriebs-Strategien – vor allem bei kleinem Budget.

Der Erfolgsschlüssel zum Networking? Konzentriere dich erst auf den Aufbau einer authentischen Verbindung, statt alle im Raum als mögliche Kunden anzusehen.

Viele Menschen verlassen Networking-Veranstaltungen mit dem Gefühl, dass es Zeitverschwendung war, da sie keinen einzigen qualifizierten Kontakt “gemacht” haben. Mal davon abgesehen, dass man sich VOR einer Veranstaltung genaue Ziele stecken sollte, könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein! Wenn man am Ende mit einer Visitenkarte und einer neuen Verbindung davonkommt, hat man eigentlich schon einen Fortschritt gemacht. Diese neuen Verbindungen mögen zwar vielleicht nicht direkt neue Leads sein, könnten sich über einen längeren Zeitraum aber durchaus zu etwas entwickeln. Oder derjenige kennt jemanden, der ein besserer Kontakt für dich wäre und verbindet euch.

Letzten Endes wird aber all dies nicht passieren, wenn du keine Beziehung aufbaust. Wenn jemand im Moment vielleicht nicht „geeignet“ ist, leite ihn zu deiner Website, damit er deinen hilfreichen Content entdeckt, den du ja genau unter dieser Berücksichtigung erstellt hast. Wer weiß…

Durch die Erfassung der E-Mail-Adressen kannst du potenziellen Kunden zu einem späteren Zeitpunkt Infos zukommen lassen und damit im Hinterkopf bleiben, falls sie doch noch mal jemanden wie dich und dein Unternehmen brauchen.

Schritt 4: Erstelle ein Content-Angebot (Lead-Magnet), das Wert liefert

Damit dein Publikum wächst, solltest du einen Lead-Magneten, ein Stück Top-Content als Anreiz, erstellen, der für die zukünftigen Abonnenten einen massiven Wert liefert. Im Gegenzug müssen die Leser dann ihre Kontaktinformationen (z.B. Name, Firmenname, Telefon, E-Mail) angeben.

Das ist der zweite Schritt zur Erstellung eines Verkaufstrichters (Sales-Funnel). Der erste, du erinnerst dich, ist, die konsistente Inhaltsproduktion (Content Creation). Und das ist dann genau der Punkt, wo du herausfindest, wer wirklich an deinem Angebot interessiert ist.

Durch die Angabe der Kontaktinformationen entsteht ein kleineres, aber viel zielgerichteteres Publikum. Das macht vielleicht deine Vermarktung in der Breite nicht einfacher (da du quasi aussortierst), aber es wird dir definitiv helfen zu konvertieren, d.h. aus Besuchern qualifiziert Kontakte zu machen.

Schritt 5: Nutze Kostenpflichtige Anzeigen (paid ads), sobald Schritte 1 – 4 erledigt sind

Bis zu diesem Punkt musstest du „nur“ deine Zeit, und möglicherweise kleinere Kosten für Networking, aufbringen. Jetzt ist es an der Zeit, dein Promotion-Budget für bezahlte Anzeigen anzulegen.

In früheren Tagen der bezahlten Anzeigen im Web waren hauptsächlich Suchmaschinen wie Google die führenden Anwärter, doch heutzutage erweitert man die Reichweite durch Social-Ads (Anzeigen in den sozialen Medien) wie z.B. durch Facebook-Werbeanzeigen. Diese bieten dir ein größeres Publikum ohne die Kosten massiv nach oben zu treiben. Du wirst feststellen, dass die Verwendung von Social-Ads viel effektiver und kostengünstiger ist als herkömmliche Suchmaschinen-Anzeigen wie Google Adwords (das soll nicht heißen, dass Adwords nichts bringen:).

Du erreichst im Prinzip kalte, aber sehr zielgerichtete, Kontakte, und führst sie gezielt auf deine Webseite, wo sie mit deinem hilfreichen Inhalt „begrüßt“ werden. Wenn diese Besucher bzw. dieser Traffic deinen Inhalt liest, werden diese Kontate langsam immer wärmer. Einige Leser werden gleich zu Leads (konvertieren), während andere eben noch nicht ganz überzeugt sind. Genau darum muss Content-Creation bzw. Content-Marketing und dein Lead-Magnet zuerst in Angriff genommen werden.

Mit einem fertigen Lead-Magnet findest du dann heraus, wie viele neue Abonnenten an deinem Angebote interessiert sind, so dass es dir im nächsten Schritt einfacher fällt, dein Zielpublikum zu identifizieren und weiter zu spezialisieren.

Fazit

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf diese Schritte konzentrierst, wirst du einen Plan entwickeln und entdecken, der (fast) von selbst funktioniert und dir neue Kontakte bringt, auch wenn du gerade nicht daran arbeitest. Selbstverständlich geht nicht alles einfach und reibungslos und du musst dir Zeit geben. Zeit, Dinge auszuprobieren und zu „erforschen“, was für dich und dein Unternehmen funktioniert.

Aber diese Methode kostet dich initial nur einen Bruchteil deiner Zeit. Sobald deine Inhalte „rocken“, kannst du deine Aufmerksamkeit und das Marketing-Budget auf bezahlte Anzeigen lenken. Selbst wenn der bezahlte Traffic noch nicht vom Start weg konvertiert und perfekte Ergebnisse liefert, wird dein guter Inhalt trotzdem als hilfreiche Ressource dienen.

Das sind die Zutaten und die Kochanleitung. Nimm das Rezept, perfektionioniere es und dann probier das nächste.

Wenn ich dir helfen soll:

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