Ich hatte zuletzt schon darüber geschrieben, wie du Ideen für Content findest. Daraufhin wurde ich des Öfteren darauf angesprochen, wie man denn überhaupt einen Blog startet -in erster Linie nicht technisch (doch darauf komme ich demnächst noch), sondern wenn man denn als Blogger/in beginnen möchte, wo soll man/frau denn anfangen?

Nun ja, die erste Entscheidung, die du eben treffen musst, wenn du einen neuen Blog startest, ist die, worüber du eigentlich bloggen/schreiben wirst. Die Möglichkeiten sind endlos, und es ist schwer zu Beginn zu wissen, was und welches Themenfeld (besser) funktionieren wird. Und selbst wenn du eine gute Idee für ein Thema hast, bist du dir sicher, dass es in einem Bereich (man spricht hier auch von Nische) ist, die spezifisch ist und auch über eine gewisse Zeit hinweg hält?

Die Menschen durchsuchen das Internet, um ein Problem zu lösen, zu lernen, ein Ziel zu erreichen und/oder unterhalten zu werden (manchmal alles gleichzeitig). Um einen erfolgreichen Blog zu haben, der sich von den Massen abhebt, musst du ein Thema finden, das zu dir passt und das spezifisch genug ist, um eine treue Leserschaft zu gewinnen, aber auch den Zielen deiner Leserschaft entspricht.

Wie wähle ich mein Blog-Thema?

Dein Blog-Thema wird die Grundlage für all deine Texte, Podcasts oder Videos. Das hört sich zunächst sehr anstrengend an, wenn man gerade erst anfängt, aber das ist völlig normal. Der einzige Weg, um diese Ängste zu überwinden, ist, die beste Wahl zu treffen, die du gerade jetzt treffen kannst. Starten und sich dann auf dem Weg anpassen. “Make it work, then make it better.”

Der erste Schritt, um eine Idee für ein Blog-Thema zu finden, besteht darin, eine Liste aller Themen zu erstellen, über die du gerne bloggen würdest. Versuche nicht, es an dieser Stelle einzuschränken, schreib einfach alles auf, was dir einfällt. Wenn du noch Anregung brauchst, hier ein paar Fragen:

  • Was habe ich als Kind getan, als mir niemand sagte, was ich tun sollte ?
  • Was sind meine Hobbies?
  • Wie verbringe ich meine Freizeit?
  • Um welches Thema könnte ich stundenlang reden, wenn meine Freunde oder meine Familie es mir erlauben?
  • Welche Fächer habe ich in der Schule oder im Studium gut gefunden?
  • Was lese und lerne ich gerne?
  • Wenn ich eine Sache den Rest meines Lebens tun könnte, unabhängig von Gehalt, was würde ich tun?
  • Worüber würde ich gerne mehr erfahren?
  • Wenn ich mehr Freizeit hätte, was würde ich tun?

Frage dich als Nächstes: “Ist es ein Ziel dieses Blogs, mir dabei zu helfen, meinen Lebensunterhalt zu verdienen?” Scheinbar eine seltsame Frage an dieser Stelle und vielleicht ist es nicht “einen Lebensunterhalt zu verdienen”, sondern mehr “zusätzliches Einkommen bringen”, aber solange du ein monetäres Ziel hast, sollte dein Thema diese drei Hauptkriterien haben:

  • Du musst Interesse am Thema haben
  • Du solltest etwas Fachwissen zu diesem Thema haben (oder zumindest den Wunsch, mit der Zeit mehr Fachwissen aufzubauen)
  • Andere Leute sollten das Thema genug schätzen, um Geld für Produkte oder Dienstleistungen zu zahlen, die mit diesem Thema zusammenhängen.

Kurz: Dein Thema ist, wo deine Sachkenntnis und dein persönliches Interesse mit dem Interesse deiner Leser übereinstimmt.

Da es wird immer ein Publikum geben wird, das Informationen zu einem Thema wertschätzt und auch dafür bezahlt, mach dir nicht allzu viele Gedanken über den letzten Punkt. Du solltest dich auf dein persönliches Interesse und Expertise konzentrieren.

  • Interesse an deinem Thema ist logischerweise wichtig. Wähle kein Thema, weil es trendy ist oder weil viel darüber gesprochen wird. Egal, wie populär das Thema ist, wenn du selbst keinen Wert darin siehst, funktioniert es nicht lange. Außerdem sind die Leser schon in der Lage und können erkennen, dass deine Inhalte nicht echt sind. Also bleib’ bei dem, was dich interessiert.
  • Expertise ist eines der wichtigsten Ding, die du als Blogger haben kannst. Je mehr du über ein Thema weißt, desto mehr kannst du über dieses Thema erzählen. Aber das bedeutet nicht, dass du alle Themen ausschließen solltest, an denen du interessiert bist, nur weil dir Fachwissen fehlt. Stattdessen ist die logische Konsequenz: Je mehr du über dein Thema lernst, desto mehr kannst Sie über dieses Thema erzählen (du weißt ja, dass man etwa erst dann kann, wenn man es jemandem erzählen/beibringen kann).

Gib also ein Blog-Thema nicht nur auf, nur weil du nicht über bereits vorhandenes Fachwissen verfügst. Der Weg wird zwar schwieriger, wie wenn du bereits dieses Fachwissen hättest, aber es ist trotzdem möglich, wenn du bereit bist zu lernen und keine Angst hast, genau darüber auch zu erzählen.

 

Natürlich gibt es Hunderte von potenziellen Themen für einen Blog, hier mal ein paar, die bei Bloggern (im englischsprachigen Raum) beliebt sind:

Wie du mehr Fokus in die Auswahl deines Blog-Themas bringst

Sobald du dein Blog-Thema ausgewählt hast, ist es an der Zeit sicherzustellen, dass du dich auch ausreichend fokussiert hast. Nischen-Blogs sind angesagt und funktionieren einfach gut in den letzten Jahren. Wenn du deine Expertise und dein Thema auf ein sehr kleines Gebiet ausrichtest, hört sich das für viele wie eine schlechte Idee an, glaub mir, aber genau so baust du dir einfacher eine loyale Leserschaft auf. Je engagierter und fokussierter du dich auf deinen Blog konzentrierst, desto mehr Vertrauen schaffst du mit deinem Publikum. Hier sind einige Möglichkeiten, um dich zu fokussieren:

Sei du selbst

Das Erstaunliche an der sogenannten Blogosphäre ist, dass deine individuelle Persönlichkeit und dein individuelles Publikum dir einen einzigartigen Einblick in dein Thema geben. Das heißt, dass fünf Blogs mit dem gleichen Thema wie völlig unterschiedliche Blogs erscheinen können, obwohl sie im Wesentlichen dasselbe Material abdecken.

Sei spezifisch

Frag’ dich: “Was möchte ich zu diesem Thema behandeln?” Das Ziel, dein Blog-Thema etwas spezifischer zu gestalten, besteht darin, deinen Blog im Vergleich zu allen anderen Blogs zu differenzieren. Es ist z.B. schwer zu vermitteln, dass jemand ein Experte für jede Art von Backen ist, hingegen der Experte beim Brotbacken eine viel glaubwürdigere Aussage ist.

Erstelle Kategorien

Kategorien existieren, um deinem Thema Struktur zu geben. Das bedeutet, je besser die definierten Blog-Kategorien, desto klarer der Fokus. Wenn du z.B. eine Website über Craft Beer gestartet hast, kannst du Blog-Kategorien nutzen, um Lesern zu zeigen, welches Feld des Craft-Biers du in den einzelnen Beiträgen anspricht – Notizen bzgl. dem Geschmack, Brautechniken und die besten Orte für Craft Beer in Baden-Württemberg.

Wenn du dich auf die Craft-Biersorten konzentrieren willst, könnten die Blog-Kategorien Weizenbier, Lager usw. sein. Wenn du dich auf Brauereien konzentrierst, könnten die Blog-Kategorien Mikrobrauereien, regionale Handwerksbrauereien und neue Brauereien sein. Die Erstellung dieser Blog-Kategorien hilft, dein Blog über Craft-Bier zu differenzieren und hilft dir selbst auch bei der Erstellung von Inhalten (mal davon abgesehen, dass es den Besuchern beim Navigieren hilft).

Pro-Tipp: Wenn du dich noch zwischen mehreren Themen entscheiden musst, versuche, fünf Kategorien von Inhalten zu erstellen, die du innerhalb des Themas erstellen kannst. Das hilft, herauszufinden, ob du erstens genug über das Thema weißt, um loszulegen, und zweitens, ob es genug potentielles Material gibt, um einen ganzen Blog zu diesem Thema zu rechtfertigen.

Hast du dein Thema und kannst los legen?

Die Wahl des richtigen Blog-Themas ist der erste Schritt auf der Blogging-Reise. Ich freue mich auf Hinweise, wie du dein Thema gefunden hast oder vor welchen Fragen du noch stehst?

Halli hallo. Mein Name ist Daniel Kientz und ich bin der Mensch hinter dieser Webseite und der dazugehörigen Unternehmung. Ich bin Ihr Partner für digitale Kommunikation.