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Der Start ins Content-Marketing: Inhalte, oder “Über was soll ich denn schreiben?”

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29. Mai 2017

Du hast bestimmt schon einige Methoden probiert, um potenzielle Kunden auf deine Marke aufmerksam zu machen. Wenn es aber darum geht, deine Zielgruppe online zu erreichen, ist traditionelle Werbung nicht wirklich das Ding.

Eine Untersuchung von Forrester hat ergeben, dass nur 10% der Menschen Banner-Ads vertrauen. Du musst also auch online einen Weg finden, deine “Message“ unter die Leute zu bekommen, ohne potenzielle Kunden zu verschrecken und verscheuchen, weil du entweder zu „drückermäßig“ rüberkommst oder andererseits zu sehr nach Selbstlob stinkst.

Inbound-Marketing, was Content-Marketing im Kern trägt, ist daher die Methode, die so viele Online-Marketer favorisieren, wenn es darum geht, mittel bis langfristig Vertrauen (zu einer Zielgruppe) aufzubauen und damit eben dem Misstrauen traditionellem Marketing gegenüber, entgegen zu wirken.

Kapost hat herausgefunden, dass Inbound-Marketing 54% mehr Leads in deinen Marketing-Funnel (Trichter) füllt als traditionelles Marketing. Inbound-Leads sind um 61% günstiger als die Leads, die man aus dem traditionellen Outbound-Marketing bekommt. 75% der Business-to-Business (B2B) Käufer verlassen sich auf Inhalte aus Nachforschungen und Suchen zum Thema vor dem Kauf.

Kunden gehen auf Webseiten, weil sie passende Inhalte erwarten und sind eben nicht bereit zu bleiben (und zu kaufen), wenn es keine Inhalte gibt, auf die sie verweisen und auf die sie sich verlassen können.

Kurzum: Content-Marketing ist etwas, das du heutzutage im Web nicht mehr ignorieren kannst!

Doch hier fängt das Problem an: Wo anfangen? Und wenn der Ball mal ins Rollen gekommen ist, wird es nicht unbedingt leichter: Wo(mit) geht es dann weiter?

Wie du Ideen findest

Zu Beginn deiner Content-Marketing-Möglichkeiten steht dir im Prinzip die Welt offen. Es gibt Augen, die nur darauf warten, von dir zu lesen – Ohren, die darauf warten, von dir zu hören.

Die Frage ist: Was willst du sagen? Und wem?

Gleich diese erste Frage ist die Erschreckendste überhaupt für jeden Content-Marketer, egal ob neu beginnend oder Profi. Die Angst vor einem leeren Bildschirm, Schreibblockade, sitzt irgendwie immer im Nacken. Und da kommt der moderne Begriff Prokrastination ins Spiel: Aufschieberitis, Ablenkung, Geschäftigkeit – alles Versuche, sich vor regelmäßiger Inhaltsproduktion zu drücken.

Schwierigkeiten bei der Suche nach Ideen für Content-Marketing-Maßnahmen ist eines der Top-Themen für viele Blogger und Content-Marketer. Wobei ich ja behaupte, dass egal in welcher Nische und Branche, es genug Dinge gibt, über die man schreiben und sprechen kann. Doch ich weiß, dass vielen die Ideen schnell ausgehen.

Der Schlüssel ist: Finde Ideen. Finde viele davon. Am Besten frühzeitig.

Und bitte: „Ich bin nicht kreativ, mir fällt nichts ein, das ist nichts für mich “ ist eine schlechte Entschuldigung. Wenn du dich (nicht nur) auf deine Kreativität verlässt und die Themenfindung strukturiert angehst, kannst du vermutlich einen besseren Redaktionsplan aufstellen.

Kern-Inhalte und Rahmen-Inhalte

Deine Inhalte werden ziemlich sicher aus zwei Quellen stammen: Dein Kerninhalt und Dein Rahmen-Inhalt (darumherum). Dein Kerninhalt ist, um was es in deiner Nische geht – dein Thema, um das du dich kümmerst bzw. kümmern willst. Dein Rahmen-Inhalt ist das, für was sich dein Publikum interessiert. Es sollte hier allerdings Überlappung geben, sonst wäre dein Publikum nicht an deinen Inhalten interessiert.

Beispiel: Wenn du eine Kochschule betreibst und einen Nischen-Blog hast, der sich auf Backen konzentriert, wird dein Kern-Inhalt Rezepte und anderer direkt auf das Backen bezogener Inhalte sein. Deine Rahmen-Inhalte können Bewertungen von Backwerkzeugen und Zutaten, Kochbücher, Back-Veranstaltungen, Kleidung und Geschenke rund um das Backen, Diät und Gesundheit – alles, was jemand, der gerne Backen könnte, auch interessiert.

Oder: Wenn dein Blog für dein Gartenpflegegeschäft ist, ist dein Kerninhalt die Rasenpflege und dein peripherer Inhalt kann z.B. Gartenarbeit, Hausbesitzer-Fragen zum Rasen, “Sicher Rasenmähen mit Kindern im Garten” und so weiter sein.

Rahmeninhalt hat die Fähigkeit, ein breiteres Publikum zu erreichen und diese in den Kern deines Content-Marketings (deine Kerninhalte) zu ziehen.

Als Voraussetzung solltest du…

  1. wissen, worum du dich genau kümmern möchtest. Du solltest in der Lage sein, einen Einzeiler zum Hauptfokus zu schreiben. (z.B. “Ich möchte Backrezepte und Tipps teilen, damit meine Leser zu Konditoren in ihren eigenen vier Wänden werden können.”)
  2. wissen, was Dein Publikum, noch besser: deine Persona, interessiert. Schon mal was von „Buyer Persona“ gehört? Um das Thema kümmere ich mich in einem der nächsten Posts (Stichwort: Persona) noch etwas näher. Kurz: Eine Persona ist eine fiktive Person, die deinen idealen Kunden darstellt. Diese Persona hat berufliche und private Herausforderungen, Wünsche und Interessen, aus denen sich eine individuelle Lebenswelt ergibt. Du schreibst quasi nicht für eine ganze (Ziel)Gruppe, sondern stellst dir eine ganz bestimmte Person vor. Wenn du neu einsteigst, stelle dir vor, wer dein idealer Leser ist, was er tut, wo und wie er lebt usw.
  3. die beste Mischung bestimmen. Entscheide, wie viel deines Inhalts Kerninhalte und wie viel Rahmeninhalte sein sollen. Am Anfang nicht ganz einfach, aber mit zunehmendem Inhalt und Analysetools, wirst du immer mehr herausfinden, welche Inhalte Dein Publikum am Liebsten mag.

Basis- und Peripherieinhalte finden

Ideen für Kerninhalte findest Du in sämtlichen professionellen Quellen, die auch dich selbst über Neuigkeiten, Trends und Themen informieren, genauso wie deine eigene Expertenmeinung und deine Erfahrungen. Diese Info findest du in gedruckten oder E-Mail-Newslettern, Zeitschriften, Blogs und andere Verteilerlisten.

Rahmen-Content-Ideen kommen nicht aus ganz so offensichtlichen Quellen. Halte deine Augen und Ohren offen, was Leser in Foren sagen und fragen (Quora ist da eine tolle Quelle – allerdings englischsprachig). Du solltest regelmäßig derartige Blogs und soziale Profile besuchen und kucken, wohin diese verweisen oder über was diese schreiben.

Wichtig ist, dass Deine Ideen nicht nur aus dem, was dich selbst interessiert, bestehen. Du musst über das reden, was Deine Leser interessiert.

Selbstverständlich kannst du jetzt mit verschiedenen Brainstorming- und Ideenfindungstechniken und Recherche loslegen, aber ich habe zwei Tipps, wenn du schnell ein Thema brauchst:

1. Kuck, was deine Konkurrenz macht.

Nein, das soll kein Aufruf zum Kopieren sein. Schau nach, was dein Mitbewerber oder Lieferant zuletzt auf seinem Blog veröffentlicht hat. Vielleicht findest du Themen, die du abwandeln kannst. Vielleicht hast du deinen eigenen Blickwinkel zu dem ein oder anderen Thema oder deine persönlich Erfahrung. Es kann natürlich sein, dass in deiner Branche noch keiner so etwas wie einen Blog betreibt, dann fällt der Punkt hier spärlich aus.

2. Sprich mit anderen Abteilungen, Kollegen und Mitarbeitern

Ein Kollege oder Mitarbeiter erzählt dir z.B., dass viele (potenzielle) Kunden permanent eine einzige Frage stellen und sich über dieses Thema informieren. Super, verfasse einen Blog-Beitrag mit einer Checkliste dazu. Frag nach den Themen, die von potenziellen oder aktuellen Kunden am meisten nachgefragt werden.

Gespräche mit anderen Abteilungen empfehlen sich nicht nur, wenn es schnell gehen muss. Nimm dir Zeit und entwickle Themengebiete aus den Erfahrungen, die z.B. die Vertriebs- oder Support-Abteilung sammeln.

Das war’s schon für den Anfang. Du kannst natürlich auch

3. einen Themengenerator nutzen

Ich kenne leider nur welche in englischer Sprache wie zum Beispiel den Topic Generator von Hubspot. (Es könnte jemand mal so ein Ding auf deutsch bauen, bitte.)

Methoden, wie du über verschiedene Content-Typen und SEO-Techniken an Themen kommst, was du unbedingt tun solltest (und wirst), allerdings etwas länger dauert, dann im nächsten Artikel.

Daniel
Daniel
Halli hallo. Mein Name ist Daniel Kientz und ich bin der Mensch hinter dieser Webseite und der dazugehörigen Unternehmung. Ich bin Ihr Partner für digitale Kommunikation.

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