Inbound Marketing

Veröffentlicht von Daniel

am 16. März 2016
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Was ist eigentlich dieses Inbound Marketing?

Bevor ich darauf eingehe, was Inbound Marketing ist und bedeutet, ist es meiner Meinung nach notwendig, vorher noch zwei Begriffe zu klären: Push und Pull.

Push-Marketing:

engl: to push = drücken

Laut Wikipedia: “Eine Push-Strategie wird eingesetzt, wenn ein Gut dem Konsumenten unbekannt ist und der Nutzen, den dieses Gut stiftet, signalisiert werden muss. … Der Konsument erhält vom Unternehmen Informationen oder Leistungen (Kauf auf Probe), ohne dass vorher ein offenes Bedürfnis besteht. “(https://de.wikipedia.org/wiki/Push-Pull-Strategie)

Die Definition staubt ein wenig, daher noch ein Versuch:):

“Wie die Übersetzung schon verrät, geht es im Rahmen des Push-Marketings darum, etwas zu drücken und zwar handelt es sich hierbei um Produkte, die durch etwaige Rabatt-Angebote in die Regale des Großhandels gebracht werden sollen.” (http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/push-marketing)

Pull-Marketing: „Anziehendes” Marketing

engl: to pull = ziehen

“Wie die Übersetzung schon verrät, geht es im Rahmen des Pull-Marketings darum, etwas zu ziehen und zwar handelt es sich hierbei um die Aufmerksamkeit der Kunden und der potentiellen Konsumenten.”
(http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/pull-marketing)

push-pull-marketing1

Pull-Marketing bedeutet Maßnahmen zu ergreifen um potentielle Kunden früh im Recherche Prozess nach Produkten oder Lösungen zu erreichen und “anzuziehen”. Dabei geht es oft um eine sehr frühe Stufe im Recherche Prozess, in der der Suchende nach einer Problemlösung sucht, aber noch kein konkretes Produkt im Auge hat. Man kann auch noch früher ansetzen und ihm ein mögliches Problem aufzeigen, um den Bedarf zu erzeugen.

Damit setzen Pull-Marketing-Maßnahmen einen Bedarf bzw. Interesse an einem Produkt oder Lösung eines Problems voraus. Der Kunde und seine Interessen stehen im Mittelpunkt, nicht die des Unternehmens.

Push und Pull Marketing sind die direkte Überleitung zu Outbound und Inbound Marketing, da Inbound-Marketing im Prinzip alle Bereiche des Online-Marketings umfasst, die über Pull-Effekte funktionieren.

Outbound und Inbound Marketing

HubSpot, die wahrscheinlich führende Autorität zum Thema Inbound-Marketing, erklärt den Unterschied zwischen Inbound und Outbound-Methoden so:

“Der Hauptunterschied im Inbound Marketing ist, dass es sich darauf konzentriert das der Interessent das Unternehmen findet und nicht umgekehrt. Im traditionellen Marketing (Outbound Marketing) fokussieren sich Unternehmen darauf, dass Sie ihre Kunden finden. Die meist genutzten Aktivitäten sind meist nicht genau auf die Zielgruppe ausgerichtet und ziehen die falschen Leute an. Wir kennen es alle von Werbungen genervt zu sein oder sie gekonnt auszublenden. Viele Unternehmen nutzen immer noch Cold-Calling, Print-Anzeigen, TV-Spots, Junk Mail und Messen für ihr Marketing. ” (http://blog.hubspot.de/marketing/outbound-vs-inbound-marketing)

Organische Techniken wie SEO (Suchmaschinenoptimierung), Content-Erstellung und Social-Media-Marketing sind dabei die Favoriten von Inbound-Marketern.
Weitere Instrumente des Inbound-Marketings sind z.B.: Blogging, Podcasting, Landingpage- bzw. Conversion-Optimierung, E-Mail-Marketing, Web-Analyse, Customer-Relationship-Management.

outbound-inbound-marketing

Im Oktober 2015 veröffentlicht HubSpot seinem 7. “State Of Inbound” Bericht, der fast 4000-Vermarkter aus der ganzen Welt auf ihren Einsatz von Inbound-Marketing-Techniken befragt.

Wichtige Kernpunkte aus dem Bericht:

  1. Inbound-Marketing ist die bevorzugte Methode der kleinen Unternehmen
    Inbound ist die bevorzugte Marketing-Methode für alle Unternehmen, die unter 200 Mitarbeiter haben.
  2. Die Prioritäten für Inbound-Marketer
    Steigerung der Leads und deren Umwandlung gaben weiterhin oberste Priorität, unabhängig von der Betriebsgröße oder Art.
    Dahinter folgt aber für die meisten Unternehmen, den ROI (Return on Invest) der Marketingaktivitäten zu beweisen. Ein sehr wichtiger Punkt, den viele in diesem Bereich „spüren“, denn der ROI hat einen direkten Einfluss auf das gesamte Marketing-Budget und ob es in Zukunft erhöht oder verringert wird.
  3. Die größten Herausforderungen für Inbound-Marketer
    Den ROI zu beweisen, d.h. zu zeigen, dass es sich „lohnt“ ist die größte Herausforderung über alle Unternehmergrößen und -arten hinweg. Dahinter folgen “genug Budget zur Verfügung gestellt zu bekommen“ und “Managing our website“, d.h. die Webseite zu verwalten bzw. zu betreuen.

Was bedeutet das für mich und mein Geschäft bzw. für Inbound-Marketing-Agenturen?

Das Thema macht mir ja nicht nur Spaß, sondern ich biete es seit diesem Jahr auch unter dem Begriff aktiv an, da auch ich feststelle, dass ich für immer mehr Teile/Bereiche angefragt werde.

Auch das bestätigt der Bericht, denn die Anfragen Unternehmen bei folgenden Themen zu helfen steigen bei den Inbound Agenturen:
– Erhöhung der Lead-Generierung
– Leads in Kundenumzuwandeln (Stichwort: Conversion)
– ROI Return on Investment beweisen
– Ermittlung neuer Technologien
– Budget erhalten/bestätigen
– Einstellung von talentierten Menschen

Da Inbound Marketing im gleichen Atemzug zu Content-Marketing genannt wird, zum Schluß vielleicht noch eine kurze Einstufung:
Content-Marketing ist ein Teil des Inbound-Marketing-Prozesses: “Content-Marketing steht im Mittelpunkt des Inbound-Marketings. Eingebettet in eine Content-Strategie (…) sind Inhalte der Motor des Inbound-Marketings.“

Wie der Inbound-Marketing- und Content-Marketing-Prozess strukturiert sind, dazu an anderer Stelle.

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