Facebook Teil 2: 14 Merkmale einer guten und erfolgreichen Facebook Unternehmensseite

Veröffentlicht von Daniel

am 13. Oktober 2016

Dies ist Teil 2 meiner Facebook-Artikelserie. In Teil 1 geht es um Grundlegendes einer Facebook Unternehmensseite.
Teil 3 widmet sich der Werbung auf Facebook und der vierte und letzte Teil zeigt ein paar Tools, die auf die Reise mit können.

Jede gute Facebook-Fanpage braucht ein (gutes) Konzept. Und, wenn wundert’s, guten Content! Ich kann es nicht oft genug sagen: Content! Langfristig zählt meiner Meinung nach nur Arbeit an und Veröffentlichung von guten und wertvollen Inhalten. Oft genug werden Facebook-Seiten eingerichtet, weil v.a. Einzelkämpfer und kleinere Unternehmen meinen, sie müssten nun auch auf Facebook vertreten sein. Sie machen sich vorab keine weiteren Gedanken über die Ziele, ob die Zielgruppe überhaupt dort vertreten ist und was genau sie denn auf der neu erstellten Fanpage tun möchten.

Ans Eingemachte: Damit deine Fanpage erfolgreich werden kann, solltest du folgende Merkmale prüfen bzw. aufweisen:

1. Du hast eine Facebook-Strategie

Es ist, wie immer, sinnvoll, sich vorab Gedanken über ein paar zentrale Fragen zu machen und eine Facebook-Strategie zu erstellen:

  • Was ist das Ziel der Fanpage, was möchtest du erreichen?
  • Welche Zielgruppen möchtest du ansprechen?
  • Wie wirst du die Zielgruppe(n) ansprechen, wie ist die „Tonalität“?
  • Was bietest du deinen Fans, was ist der Mehrwert der Fanpage?
  • Über welche Inhalte (Texte, Fotos, Grafiken, Videos etc.) verfügst du bereits?
  • Welche Art von Beiträgen möchtest du auf der Fanpage veröffentlichen?
  • Wieviel Zeit steht dir zur Betreuung der Seite zur Verfügung?
  • Wie soll die Fanpage heißen?
  • Wie soll das Titel- und das Profilbild aussehen?
  • Wie misst du den Erfolg der Fanpage?
  • Wirst du die Fanpage bewerben? Wenn ja, wie?

2. Du hast definierte Ziele

Die Frage, was eigentlich mit der Fanpage erreicht werden soll, bringt viele erst einmal in Verlegenheit. Die Überlegung ist aber wichtig, um letztlich auch den Erfolg der Fanpage messen zu können. Schließlich investierst du Zeit und Geld, da solltest du schon wissen, was dir die Fanpage bringt.

Versuche daher möglichst SMARTE Ziele zu definieren, z.B. „Umsatz über Facebook um 10% innerhalb von Zeitraum X erhöhen“. Mögliche Ziele können weiter sein:

  • Den Bekanntheitsgrad bzw. das Image steigern
  • Die Kundenbindung erhöhen
  • Support anbieten
  • Neue Zielgruppen erschließen
  • Den Umsatz steigern
  • Mehr Besucher auf die Website ziehen

Smart sind diese Ziele noch nicht, daher muss an der Stelle konkretisiert werden.

3. Die Fanpage ist aktuell

Nichts ist schlimmer als falsche grundlegende Infos. Man möchte auch nicht vor einem verschlossenen Laden stehen, weil bei Google, oder eben Facebook, die Öffnungszeiten nicht aktualisiert sind. Alle Informationen (Kategorie, Beschreibungen etc.) sind daher sorgfältig auszufüllen, auch die detaillierte Beschreibung ist ausgefüllt.

Hier nochmal die Checkliste aus Teil 1, ob du auch grundlegend alles vollständig hast
Checkliste downloaden

4. Du hast einen (Redaktions-)Plan und deine Fanpage bietet relevante und nützliche Informationen (für die Zielgruppe)

Facebook ist ein soziales Medium, es geht also um Interaktion und nicht darum den Fans Pressemitteilungen oder Eigenwerbung unter zu jubeln. In den sozialen Medien funktioniert diese Art der Kommunikation nicht sonderlich gut. Poste daher relevante Neuigkeiten für deine Zielgruppe(n), das kann natürlich auch ein witziger, aber „passender“ Beitrag sein. Teile auch Inhalte von anderen oder poste Fotos, die zu deinem Unternehmen passen. Bilder von der letzten Firmenparty mögen mal ganz lustig sein, aber bitte nicht ständig und bitte nicht 34 auf einmal, denn dann haben deine Fans alle Bilder nacheinander im Stream und das nervt dann eher.

Wie bei der Unternehmens-Webseite, ist auch bei Facebook die Frage nach den Inhalten, die für die Zielgruppe(n) interessant sein könnten, zentral, denn das, was die Nutzer anspricht, wird auch geliked, geteilt und kommentiert – das wiederum bekommen deren Freunde mit und führt, wie wir wissen, zu einer höheren Reichweite. Du solltest daher analysieren, welche Posts am Besten laufen. Meistens sind es Beiträge mit guten Fotos oder Grafiken in der richtigen Bildgröße. Und leider nicht immer der Text aus der eigenen Feder, denn du dir ewig überlegt hast. Tendenziell solltest du auch nicht zu viel Text in den Post schreiben, da die Nutzer nicht unbedingt auf den „mehr anzeigen“-Button klicken. Am Besten „planst“ du den Beitrag und überprüfst ihn noch einmal im Aktivitätenprotokoll, wie er dargestellt wird. Geeignetes Bild nicht vergessen!

Erstelle einen Redaktionsplan, um eben Beiträge zu planen: Ankündigungen, Events, Saisonales, Feiertage, Messen, Produktankündigungen etc. kann man schon im Voraus eintragen. Das lässt auch Platz für spontane Beiträge, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass keine „saure-Gurken“-Zeit entsteht, in der man gar nicht weiß, was man posten soll. Und man kann ein oder zwei Wochen vorarbeiten.

5. Du interagierst mit deinem Publikum

Dass die Reichweite deiner Beiträge erhöht wird, wenn Nutzer diese „liken“, teilen oder kommentieren, hatten wir ja schon. Eine der schwierigsten Aufgaben als Administrator ist es aber, die Beiträge so auszuwählen, dass eben genau das getan wird. Es ist in jedem Fall wichtig, mit den Fans zu kommunizieren, auf deren Kommentare einzugehen und Fragen zu beantworten. Natürlich solltest du auch zeitnah antworten. Wenn jemand deinen Beitrag kommentiert, solltest du auf jeden Fall antworten oder wenigstens den Kommentar „liken“. Zeige Interesse, bedanke dich, wenn jemand deinen Beitrag teilt!

6. Du schreibst keine ewig langen Posts

Auf deinem Unternehmensblog ist das okay, Blogbeiträge mit mehreren tausend Wörtern sind gut und man sieht sie immer öfters, auch wegen der Suchmaschinenrelevanz. Schreibe bei Facebook aber möglichst kurze Beiträge. Du hast zwar ein Limit von 60.000 Zeichen, aber trotzdem solltest du den Beitrag kurz und knapp halten, so dass die Nutzer möglichst nicht auf „…mehr anzeigen“ klicken müssen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

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7. Du postest regelmäßig

Der Facebook Algorithmus, der bestimmt, welche und wieviele Beiträge deine Fans zu sehen bekommen, ändert sich immer mal wieder. Allerdings sehen deine Fans nie alle deine Beiträge. Wieviele du mit deinem Beitrag erreicht hast, siehst du unter dem Beitrag unter „erreichte Personen“. Grundsätzlich sehen Fans, die öfters einen Beitrag liken, kommentieren oder teilen, deine Posts eher als andere, die nicht mit dir interagieren.

Nein, es ist deswegen nicht zu raten, fünf Mal am Tag zu posten. Facebook hat die Sichtbarkeit so eingeschränkt, dass du mit zwei bis drei Posts in der Woche gut aufgestellt bist. Wenn du öfters etwas zu sagen hast, dann ist das toll, aber du musst dir definitiv nichts aus den Fingern saugen. Ich habe in Teil bereits darauf hingewiesen, ich tu es an der Stelle nochmals: Hier gibt es einen ausführlichen Guide zu Facebook (in englisch).

8. Du reagierst professionell auf negative Kommentare

Sollte jemand einen negativen Kommentar abgeben, solltest du besonnen darauf antworten, auch wenn du im ersten Moment vielleicht angepisst bist. Es gibt einfach Leute, die zu heftig reagieren oder denen es Spaß macht, Negatives zu schreiben. Diese sogenannten Trolle bremst du am Besten aus, wenn du professionell antwortest und versuchst, auf das Problem einzugehen und es zu lösen. Oft werden dir auch deine Fans zur Seite stehen und dich unterstützen. Sie sind deine Community, die du dir mit wertvollen Tipps und guten Inhalten aufgebaut hast und die nun etwas für dich tun können und es auch sicher werden. Aber keine Sorge, die viel gefürchteten Shitstorms entstehen nicht bei dir auf der Seite, das passiert bei “den Großen”. Wenn du das schaffst, ist es eigentlich fast schon wieder gut:)

Wie auch immer: Es hilft in anhaltend negativen Auseinandersetzungen über soziale Kanäle, die Konversation aus diesem Medium heraus zu ziehen und in direktem Kontakt, per Telefon oder Mail, zu lösen.

9. Du vermeidest Rechtschreibfehler

Leichter gesagt als getan ;). Selbstverständlich kann man sich mal vertippen, aber du solltest doppelt kontrollieren, ob der Text fehlerfrei ist. Ab und zu schadet es vielleicht auch nicht, mal wieder nachzuschlagen, wie Wörter richtig geschrieben werden. Mach es dir einfach zur Regel, einen Post erst mal zu planen. Klicke dazu auf den Pfeil neben „posten“ und dann auf „planen“, um ihn zu einer vorgegebenen Zeit zu veröffentlichen. So kannst du ihn nochmal anschauen, bevor du ihn veröffentlichst (was du dann auch gleich tun kannst, wenn er ok ist).

10. Du löschst den Link im Text bei Verlinkungen

Wenn du auf Inhalte von anderen verlinkst, und die URL in einen Beitrag kopierst, erscheint in Facebook die Vorschau. Zusätzlich gibt es einen Link im Text selbst. Diesen kannst du entfernen, denn es wäre sinnlos einen Link zweimal im Beitrag zu haben. Achte außerdem darauf, welches Bild in der Vorschau erscheint, dieses kann man entfernen oder ein anderes auswählen.Wenn du die Vorschau löschst und nur den Link im Beitrag stehen lässt, kannst du außerdem auch noch ein eigenes Foto hochladen.

11. Du achtest darauf, wie eine Verlinkung im Beitrag aussieht

Ein weiterer Tipp zum Posten von Links: Links sollten, damit sie im Newsfeed gut aussehen, vollständig (mit einem großen Bild) geladen werden. Ob das klappt oder nicht, hängt von der Website ab, von der du den Link kopiert hast. Sollte das nicht klappen, versuche den Link im sogenannten Facebook Debugger zu reparieren und kopiere ihn dann nochmal in das Feld. Meistens klappt es dann.

Übrigens, wer seine Website mit WordPress erstellt hat und mit dem SEO-Plugin von Yoast arbeitet, kann sehr einfach festlegen, welches Bild in der Vorschau erscheinen soll. Dazu in dem Tool auf den Tab „Social“ klicken und das Facebook-Bild hochladen (aus der Medienübersicht nehmen oder vom Computer hochladen).

12. Du misst den Erfolg deiner Fanpage

Nutze die Statistiken, die Facebook dir (ab 30 Fans) bietet, die sogenannten Facebook Insights. Hier kannst du sehen, wie der Beitrag sich verbreitet hat und kannst besser einschätzen, welche Beiträge auch in Zukunft gut laufen werden. Außerdem kannst du sehen, zu welchen Zeiten die meisten deiner Fans online sind und die Zeit der Veröffentlichung daraufhin anpassen. Mehr zu Tools, die dir dabei helfen können dann in Teil 4.

13. Du integrierst einen Verweis auf deine Facebook Unternehmensseite in deiner Gesamtkommunikation

Füge die URL deiner Facebookseite in deine sämtlichen Werbemaßnahmen wie z.B. Visitenkarten, Emailsignatur, Homepage, Flyer, Plakaten, Katalogen, Aufsteller, Messestände usw. ein. Am Besten noch mit dem Hinweis auf den Mehrwert. Und nicht vergessen, den Menschen zu sagen, was sie tun sollen: „Like unsere Facebookseite“. Ja, es ist so, auch wenn es nervt:)

Zum Schluss: Es gibt viele Punkte, die man beachten sollte, wenn man seine Fanpage optimieren und seine Präsenz in Facebook erfolgreich betreiben möchte. Damit das gelingt, musst du ein bisschen Geduld aufbringen und eben auch Präsenz zeigen. Wenn du schon mit deinem Privatprofil nicht präsent bist und nicht viel von Facebook hältst, kannst du nicht erwarten, dass deine Fanpage durch die Decke geht. Überlege dir daher vorab eine Social Media Strategie und mach dir bewusst, dass Facebook ein soziales Netzwerk ist. Und das Wichtigste: das Kommunizieren und Netzwerken über Facebook soll Spaß machen!

Am Ende noch ein Hinweis, um den es dann in Teil 3 ausführlich gehen wird:

14. Du schaltest Facebook-Werbeanzeigen

Auch und vor allem mit kleinem Budget kannst du bei Facebook Anzeigen schalten. Und das solltest du auch tun, denn es funktioniert – nahezu in allen Bereichen – noch. Die Reichweite der Beiträge von Fanpages wurde von Facebook beschnitten, da  einfach zu viele Posts im Newsstream der Fans auftauchen und Facebook darauf bedacht ist, Fans möglichst nur relevante Beiträge zu zeigen. Man kann dazu auch anderer Meinung sein:) Fakt ist aber, dass unter Umständen nur um die 10% der Fans deine Beiträge sehen. Damit diese Reichweite erhöht wird, kannst du z.B. Beiträge bewerben. Je nach Ziel, gibt es aber verschiedene Anzeigenmöglichkeiten. Darum und warum Facebook Ads sich grundsätzlich von Google Adwords unterscheiden, geht es in Teil 3. Bis dann.

Du brauchst Unterstützung? Selbstverständlich gerne, denn das ist meine Aufgabe. Wenn du möchtest in einem unverbindlichen, aber ergebnisorientierten Gespräch mit klarer Ausrichtung am Ende.

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