Überlegungen bzgl. der Integration von WordPress und Hubspot

Veröffentlicht von Daniel

am 27. September 2016

Dies ist kein “Was ist besser: Hubspot oder WordPress“-Artikel. Mir ist bewusst, dass es zu jeder Funktion von Hubspot ein entsprechendes WordPress-Plugin bzw. einen Dienst gibt. Dennoch soll dieser Artikel auch denjenigen helfen, die sich überlegen mit Hubspot zu arbeiten und abschätzen möchten, was denn geht und was sie sich systemisch erwarten können. Da meine Erfahrung hier noch nicht so groß ist, möchte ich meine Überlegungen teilen. Ich freue mich, wenn sich erfahrene Benutzer melden und Tipps geben. Ich freue mich seit Anfang September 2016 Hubspot Agentur-Partner zu sein. Diese Kooperation mit Software und Coaching läuft ein komplettes Jahr. Ich halte es für ein tolles Tool, das mir und meinen Zielen entgegenkommt und hilft, weil es mich und meine Kunden auf die Art und Weise, von der ich überzeugt bin, Online-Marketing zu betreiben, ideal unterstützt. Aber natürlich muss auch diese Software sich erst einmal einspielen und sich als ein Tool erweisen, dass ich für mich und mein Geschäft länger nutze. Nachdem ich mich also im ersten Schritt für Hubspot entschieden habe, geht es im nächsten Schritt darum, die vorherrschenden Systeme zu bewerten und dann zu integrieren, damit sie möglichst gewinnbringend zusammen arbeiten. Hubspot ist eine absolute Top-Ressource, wenn es um Infos rund um Content- und Inbound Marketing geht. Klar, das ist ihr Job, aber Hubspot verkauft Software, das sollte man nicht vergessen. Auch hier gibt es tolle Hilfe-Ressourcen, die einem in allen Schritten helfen, weiter zu kommen. So auch im Thema Systemintegration. Grundsätzlich gibt es zahlreiche Hubspot-Integrationen mit anderen Systemen, eine Übersicht findet sich hier. Praktische Artikel von weiteren Partnern zu einzelnen Systemintegrationen finden sich am Ende des Artikels.

Wer bin ich, wer will ich sein – welche Tools, Ressourcen, Systeme hab ich, welche möchte ich behalten, welche brauche ich (zusätzlich)?

Als neuer Partner von Hubspot geht es mir in diesem Schritt um die Überlegungen der einzusetzenden Systeme: Was setze ich bereits ein, was möchte/sollte ich einsetzen, um meine Ziele zu erreichen? Wie erwähnt, Hubspot verkauft eine Marketing- und Vertriebssoftware, wobei es hier vor allem um Ersteres geht, und bietet daher natürlich erst einmal eine große Fülle an Tools und Möglichkeiten. Was bietet einem das „Hubspot-System” in Kurz:

  • Komplette Webseite, dh alle „normalen“ Seiten einer Webseite
  • Blog
  • Landing Pages
  • Call to Actions
  • Formulare
  • Marketing-Bibliothek

Das hat natürlich einen zentralen Vorteil: alles an einem Platz und aus einer Hand. Es ist aber auch möglich „nur“ Teile davon zu nutzen, abhängig von dem was man selbst einsetzt bzw. einsetzen will und wie man evtl auch eine Zukunft ohne/nach Hubspot plant.

Die Webseite

Der technische Unterbau meiner Webseite, d.h. das CMS, ist WordPress. An der Stelle gibt es für mich keinen Zweifel. Ich möchte das meine Webseite “bei mir“ und auf WordPress bleibt. Von daher war es von Anfang an klar, dass ich das, was Hubspot mir im Punkt Webseiten-Erstellung bietet (bei Hubspot heißt das System COS), nicht nutzen werde. Doch Hubspot ist ja nicht umsonst einer der ganz Großen, wenn Sie nicht wüssten, dass andere Content-Management-Systeme, allen voran WordPress, das meist eingesetzte CMS, im Einsatz sind und dass dies viele auch so belassen wollen. Daher bieten sie eine möglichst einfache Integration. Zentral ist dabei der Tracking Code, um sämtliche Marketing-Aktionen auch messen zu können. Dies wird per Plugin erledigt: HubSpot Tracking Code for WordPress Plugin. Dieses Plugin bringt den Tracking Code auf die WordPress-Seite und misst damit die Performance der eigenen Seite und der genutzten Hubspot-Bereiche. Wichtige Voraussetzung: Die wp_footer Funktion muss im eingesetzten Theme in der Footer-Datei sein (footer.php). Ich setze ein Child-Theme ein, wo das kein Problem ist. Aber man sollte das kontrollieren, um einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Nachdem man das Plugin installiert hat braucht es eigentlich nur die Hubspot ID und fertig ist dieser Teil.

Der Blog

Neben den „normalen“ Seiten einer Webseite ist der zentrale Teil der Blog, denn der steht im Zentrum der Content-Produktion. Hier wird’s komplizierter in der Überlegung Was tun mit dem Blog? Ich habe alles nach Empfehlung der Grundeinrichtung erledigt, eine Subdomain für Hubspot-Landing Pages und eine weitere Subdomain für den Hubsport-Blog. In diesem Schritt bin ich davon ausgegangen diesen zentralen Teil von Hubsport zu nutzen. Was ist zu tun:

  • Layout wählen (Hubspot eigenes, oder das Design das Hubspot für einen erstellt hat, basierend auf dem eigenen Website-Design)
  • WordPress Blog Posts exportieren
  • Diese Artikel mit der xml-Datei in Hubspot importieren
  • Links im Menü andern nicht vergessen!
  • 301 redirects vom eigenen Blog auf den Hubspot Blog einichten
  • Hubspot-Blog mit Artikeln veröffentlichen

Alles ganz einfach. Ich habe mich entschlossen erstmal mein WordPress-Blog zu lassen und Hubspot zu testen, denn mir viel gleich eines auf: Ich betreibe meinen Podcast über ein WordPress-Plugin (Smart Podcast Player). Das hat mich viele Überlegungen gekostet (und ein wenig Geld). Dieses Plugin läuft in Hubspot nicht. Soundcloud wäre hier eine Alternative, die ich mir tatsächlich überlege, denn Soundcloud wäre überall einfach per Embed-Code integrierbar. Doch das umzukehren ist momentan Arbeit, für die ich keinen Kopf habe. So. Das bedeutet, wenn ich die Hubspot-Blogfunktion nutzen will, muss ich einzelne Kategorien ausschließen und damit einen Teil in Hubspot und den anderen in WordPress nutzen. Nicht ideal. Ich habe hier noch nicht wirklich mit Hubspot „gelebt“ und bin vor allem, was das Thema Blog betrifft, über Tipps von erfahrenen Usern sehr dankbar.

Für und Wider

Content Erstellung: Hubspot lässt hier keine Wünsche offen. Das COS ist super, man schreibt und die Vorschau ist quasi direkt zu sehen. Die Optimierungsfunktionen sind nur einen Tab entfernt. Subdomain vs. Subdirectory: Der Hubspot Blog, wie auch die Landing Pages (sofern man die Webseite nicht über Hubspot betreibt) werden über eine Subdomain organisiert. Ich habe hier keine direkte Erfahrung, aber es heißt, dass Subdomains hier Nachteile bzgl. Search Traffic haben. Artikel-Design: In Hubspot gibt es eine definierte Design-Vorlage für alle Artikel, WordPress bietet einem die volle Designfreiheit. Das heißt, man kann seine Artikel so gestalten, wie man will und muss sich nicht an ein Raster halten. Ob man das tatsächlich so nutzt, und welcher Seite man hier Priorität einräumt, muss jeder für sich entscheiden. Blog-Subscription: Hubspot hat ein einfaches Blog-Subscription-System. RSS-Mails konfigurieren und schon gibt es eine Artikel-Abonnieren-Funktion zum überall einfach in Hubspot-Seiten einbinden, sogar in täglichem, wöchentlichem, und monatlichem Rhythmus wählbar. Das Ganze kann natürlich auch für externe Systeme aufgesetzt und integriert werden Hier kommt auch die Überlegung der E-Mail-Marketing-Fraktion zum Tragen: Mein Plan in Hubspot umfasst 100 Kontakte. Zum Beispiel umfasst mein Basic Plan 100 Kontakte. In der Konsequenz muss ich mir für mein E-Mail Marketing, über konkrete Geschäftskontakte hinaus, d.h. „normale“ E-Mail-Subscriber, natürlich Gedanken machen. Hier haben viele Systeme wie z.B. Mailchimp oder Cleverreach im Einsatz. Ich bin hier seit einiger Zeit bei Convertkit und zahle hierfür auch Geld. Und auch hier habe ich noch einen Zwist, denn Funktionen überschneiden sich selbstverständlich – lohnt sich für mich zweimal für Ähnliches zu zahlen? Momentan fahre ich zweigleisig, weil ich noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe. Wie integriere ich aber diese zwei Systeme? Zapier ist hier die Lösung. Ein Zauberdienst. Gleich wie IFTTT für eher Privat, so ist Zapier für Business, wenn man so will. Zap (=Rezept = Prozess) einrichten und Daten werden übergeben. Tut! Practice what you preach: Ich halte Inbound Marketing für das langfristig richtige Konzept. Ich habe mich für die Arbeit mit Hubspot entschieden, vor allem weil ich mit der Content-Produktion, was das bloggen betrifft nie so richtig in die Puschen komme. Ich sollte daher Hubspot auch nutzen, neben dem Fakt, dass ich mich mit den Tools auch auskennen sollte.

Landing Pages, Formulare und Call-To-Actions

Hier gibt es für mich keinen Zweifel. Das sind die primären Instrumente, die ich in meinem Geschäft und für meine Inhalte verwenden will. Landing Pages werden über eine Subdomain gesteuert, in Hubspot mit einem von mehreren verschiedenen Designs (von Hubspot erstellt und adaptiert) erstellt und mit Inhalt gefüllt. Über den Einsatz von Landing Pages, warum und wie, schreibe ich in einem eigenen Artikel. Die Verbindung bzw. Integration mit den ebenso in Hubspot erstellten Call-to-Action-Buttons und Formularen ist spielend einfach. Die Integration in WordPress wiederum erfolgt mit Embed-Codes. Ein Button in Hubspot erstellt, Embed-Code kopieren und an die Stelle in WordPress einfügen. Fertig. Copy-Paste-Arbeit, aber nicht wild.

Fazit: Warum nun Hubspot?

Die, die mich ein wenig kennen, wissen, wie ich über reines Webdesign denke und wie ich an mein Business ran gehe (eine diskussionswürdige aber durchaus richtige Feststellung gibt es hier zu lesen (Artikel von 2012, unfassbar:) Mein Angebot umfasst zwar Webdesign, aber im Kern geht es bei mir immer darum, den Unternehmen (über Ihre Online-Kanäle, z.B. die eigene Fimenwebseite) zu helfen, Ihre Geschäftsziele zu erreichen. Da ist nicht immer “reines Webdesign” die Lösung, sondern öfters das fehlende Online-Marketing-Konzept, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Ich möchte professioneller im Online-Marketing auftreten, für mich selbst und für meine (hoffentlich größer werdenden) Kunden. Inbound Marketing ist die Methode, von der ich überzeugt bin und hier ist Hubspot quasi der Ort, an dem man sein will. Die Inhalte, die Hubspot liefern kann sind super und für mich eine der Hauptgründe für Hubspot als Ganzes. Es ist auch das System, das viele größere Agenturen für sich und für ihre Kunden bei Inbound-Marketing-Strategien wählen. Ich verspreche mir von der Kombination aus Marketing- und Vertriebsplattform und wertvollen Inhalten sehr viel für mein eigenes Geschäft und auch als Tool, das ich Kunden anbieten kann.

Habt ihr Impulse, Fragen oder gebt/braucht ihr Hilfestellung? Meldet euch!

Artikel von Kollegen zum Thema Systemintegration mit Hubspot:

HubSpot und Salesforce nahtlos integrieren Mario Raabe, Cloud Consulting Group GmbH
Peter Schweizer, Living the net
Jens Wemheuer, infinitas

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Halli hallo. Mein Name ist Daniel Kientz und ich bin der Mensch hinter dieser Webseite und der dazugehörigen Unternehmung. Ich bin Ihr Partner für digitale Kommunikation.